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Ostprignitz-Ruppin Museumskuratorin mit neuen Ideen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Museumskuratorin mit neuen Ideen
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00:20 08.10.2017
Susan Hoyer soll die Kyritzer Museumspläne fördern. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Für die Entwicklung eines Stadt- und Klostermuseums in Kyritz arbeitet jetzt eine neue Kuratorin. Es ist Susan Hoyer, die zuletzt als Geschäftsführerin des Meyenburger Modemuseums aktiv war und sich jüngst den Stadtverordneten vorstellte. „Ich freue mich auf die Herausforderung“, sagte die 29-Jährige: „Museen sind ja schon lange keine verstaubte Angelegenheit mehr. Ich will junge Leute ansprechen und ein lebendiges, offenes Museum schaffen. Ich bin hochmotiviert.“ Und: „Trotz meiner recht jungen Jahre habe ich schon viel zu viel gemacht.“

Aufgewachsen in Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) sammelte Susan Hoyer in Weißenfels erste nähere Erfahrungen mit dem Museumsbetrieb, um dann in Leipzig Museologie zu studieren. Den Beruf übte sie in ihrer Heimatstadt auch aus. „Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass mir das Organisatorische ebenfalls liegt und dass ich gern ein Museum leiten möchte.“ Bei einem Masterstudium in Berlin und Dijon (Frankreich) erwarb sie die nötigen Qualifikationen. In ihrer Abschlussarbeit widmete sie sich den Themen Museumskonzeption und Museumsmarketing. Praxiserfahrungen sammelte Susan Hoyer in verschiedenen Einrichtungen unter anderem in Süddeutschland und zuletzt eben in Meyenburg. Die Ausschreibung der Stelle in Kyritz sah sie als Chance, etwas ganz Neues aufzubauen.

Museumslabor, Testausstellungen, Klosterrundbrief

Vom ersten Besuch an habe sie sich „in die Stadt verguckt“, erklärte sie den Stadtverordneten. Kyritz habe Potenzial. Allerdings lebe ein Stadtmuseum von den Bürgern und könne „nicht von allein dastehen“, so die Kuratorin: „Ich lade Sie ein, mich darin zu unterstützen.“ So schwebe ihr nicht nur vor, dass die Kyritzer sich mit Dingen beteiligen, die sie auf ihren Dachböden finden. Sie könne sich auch „lebendige Menschen vorstellen, die im Museum sitzen und erzählen“ und sprach von einem „Museum zum Anfassen“.

Susan Hoyer will die Kyritzer Arbeitsgemeinschaft Museum wiederbeleben. Außerdem plant sie ein „Museumslabor“: eine Sprechstunde mittwochs von 15 bis 18.30 Uhr in der Johann-Sebastian-Bach-Straße 6. „Da kann man mir dann auch Geschichten aus der Stadt erzählen.“ Ihr Büro wird bei der Tourismus- und Kulturabteilung der Stadtverwaltung in der Maxim-Gorki-Straße 32 angesiedelt sein.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit sollen, Zwischenberichten ähnlich, als „Probeausstellungen“ im Haus des Heimatvereins, Bach-Straße 6, gezeigt werden. Über einen E-Mail-Verteiler namens „Klosterrundbrief“ will Susan Hoyer die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten und über die Baufortschritte im Klosterviertel samt Museumstrakt informieren.

Ihre Anstellung ist vorerst auf zwei Jahre befristet. „Wenn wir uns mögen und wir gut zusammenarbeiten, bleibe ich auch gerne länger“, erklärte Susan Hoyer abschließend den Stadtverordneten. Deren Vorsitzender Thomas Settgast (SPD) zeigte sich beeindruckt: „Ein frischer Auftritt.“

Von Matthias Anke und Alexander Beckmann

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