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Ostprignitz-Ruppin Musik-CD passt zum Welthospiztag
Lokales Ostprignitz-Ruppin Musik-CD passt zum Welthospiztag
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10:56 13.10.2017
Andreas Weiß (l.) und Andreas Leddin bringen „Die Farben der Trauer“ musikalisch zu Gehör. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock/Neuruppin

Seine Lieder erzählen von Liebe, Glauben und vom Tod. Aus der Feder von Andreas Weiß aus Wittstock stammen bereits mehr als 100 Stücke. Fast 40 Jahre sind seit seinem ersten Lied vergangen. Damals war er 19 Jahre, stand am Anfang seiner Berufslaufbahn – heute ist der 57-Jährige als Prediger in der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Wittstock tätig.

„Der Tod ist ein Thema von vielen, denen ich mich widme“, sagt der hoch aufgeschossene Mann. Dabei verarbeitet er eigene Erlebnisse oder greift die Gedanken und Emotionen aus seiner alltäglichen Arbeit auf. Gemeinsam mit dem Altenpfleger Andreas Leddin aus Wittstock spielte Weiß vor zwei Jahren eine CD mit dem Titel „Farben der Trauer“ ein. Er schrieb und komponierte vier der insgesamt 16 Stücke. Und schon das Titelgedicht „Farben der Trauer“ weist darauf hin, dass der Schmerz viel mehr als nur schwarz ist. Hinter jeder Farbe verbirgt sich eine Seite der Trauer über den Verlust.

Zum Welthospiztag am heutigen Samstag rücken die CD sowie die Themen Sterben, Loslassen und Tod stärker in das öffentliche Bewusstsein. Der 53-jährige Andreas Leddin ist seit 2009 im Hospiz „Wegwarte“ in Neuruppin tätig und wird tagtäglich mit Grenzsituationen konfrontiert. Leddin singt gerne und trägt den Besuchern regelmäßig Lieder vor. Dabei setzt er sich ans Bett der Gäste und gibt ihnen „die Chance, sich auch auf andere Weise mit dem Thema Tod und Sterben auseinander zu setzen.“ Jeder Mitarbeiter bringt seine Gaben auf der Arbeit ein „und deshalb singe ich für die Gäste vom Volkslied bis zu den Gesangbuchliedern verschiedene Stücke.“ Ein Gast inspirierte Leddin, doch mit Gitarrenbegleitung zu singen. „Daraufhin nahm ich 2011 bei Andreas Weiß Unterricht“, erinnert sich Leddin.

Auf dem Cover blüht die Wegwarte. Quelle: Christamaria Ruch

Das Repertoire der Trauerlieder wird auch regelmäßig bei der Stunde des Gedenkens vorgetragen. Zweimal jährlich treffen sich dabei ausschließlich Angehörige von den Gästen, die im Hospiz „Wegwarte“ verstorben sind. „Dann kommen im Frühjahr und Herbst 40 bis 60 Besucher“, sagt Andreas Leddin. Die nächste Stunde des Gedenkens wird am 25. November gefeiert; diesmal in der Kirche in Walsleben.

Bei dem Lied „Was ist der Sinn“ von Andreas Weiß sind „Fragen von vielen Menschen eingeflossen. Dinge, die auf einen einströmen“, sagt er. Dieses Lied passt zum Thema Sterben, ist sich Weiß sicher. „Ich erlebe regelmäßig, wie Trauernde mit dem Verlust umgehen und habe daraufhin „Du bist nicht mehr hier“ geschrieben“, sagt er. Doch bis Text und Melodie miteinander harmonieren, Struktur und Versmaß zueinander passen, geht auch bei Andreas Weiß Zeit ins Land. „Es lohnt sich, immer dran zu bleiben“, räumt er ein.

Das Duo Weiß und Leddin tritt regelmäßig im Hospiz „Wegwarte“ auf. Angehörige von Hospizgästen gaben 2015 den Impuls für die CD-Aufnahme, erinnert sich Andreas Leddin. „Die Leute wollten die Texte unserer Lieder haben und daraufhin sind wir ins Tonstudio gegangen“, sagt er. In einer Auflage von 1000 Stück liegt „Die Farben der Trauer“ vor. Andreas Weiß spielt verschiedene Instrumente, Andreas Leddin singt; weitere Akteure wirkten mit. 500 CDs übergab Leddin dem Hospiz zum Verteilen und die andere Hälfte gibt er auf Wunsch an Interessenten. Doch nicht nur die vermeintlich dunklen Molltöne der Trauer liegen dem Duo am Herzen. Andreas Weiß möchte perspektivisch „ein Lied schreiben, in dem mehr die Dankbarkeit für das gemeinsam erlebte Zusammensein zum Ausdruck kommt.“ Dann wird er Durtöne anschlagen und mit dieser positiven Grundstimmung „Trost für die Zukunft geben.“

Interessenten für die CD „Farben der Trauer“ können sich bei Andreas Leddin unter email a.leddin1@web.de melden. Die CD verteilt der 53-Jährige kostenfrei.

Von Christamaria Ruch

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