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Musik aus Luthers Zeiten

Heiligengrabe Musik aus Luthers Zeiten

Das Ensemble Capella de la Torre spielten im Kloster Heiligengrabe Stücke aus der Epoche der Reformation. Kaiser Karl V. und Martin Luther waren in ihren Überzeugungen grundverschieden, doch die Liebe zur Musik einte sie.

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Das Ensemble Capella de la Torre bei seinem Gastspiel in der Stiftskirche des Klosters in Heiligengrabe.

Quelle: Björn Wagener

Heiligengrabe. Musik aus Martin Luthers Zeiten erklang am Sonntag in der Stiftskirche des Kloster Stifts zum Heiligengrabe. Das Ensemble Capella de la Torre spielte dort innerhalb der Sommerkonzerte vor rund 60 Besuchern.

Das Konzert stand im Zeichen des 500. Jahrestages der Reformation, der in diesem Jahr begangen wird. Kaiser Karl V. war es nicht gelungen, den katholischen Glauben als einzigen zu behalten. Deshalb dankte er 1556 ab und zog sich am Ende seines Lebens ins Kloster im spanischen Yuste zurück. Damit stand er den Überzeugungen des Reformators Martin Luther entgegen. Doch eines einte die beiden: ihre Liebe zur Musik. Karls Hofkapelle war berühmt. Ohne sie reiste er nirgendwo hin. Martin Luther bezeichnete den Komponisten Josquin Desprez als „Noten-Meister“.

Das Publikum im Kloster Stift

Das Publikum im Kloster Stift.

Quelle: Björn Wagener

Das Ensemble Capella de la Torre bringt die Musik, die im Zeitalter der Reformation gespielt wurde, zurück auf die Bühne. Es gehört zu den weltweit führenden Ensembles für Bläsermusik der frühen Neuzeit und wurde 2005 von der Oboistin und Schalmeispezialistin Katharina Bäuml gegründet. Seitdem hat das Ensemble rund 1000 Konzerte gegeben und 20 CD’s eingespielt. 2016 erhielt Capella de la Torre den „Echo Klassik“ als Ensemble des Jahres für seine CD „Water Music“.

Die Stimme zur Musik kam von Bassbariton Ralf Grobe, der sich Bereich Renaissance- und Barockmusik einen hervorragenden Ruf erarbeitet hat. Er ist diplomierter Gesangslehrer und zertifizierter Rabine-Lehrer für funktionale Stimmbildung.

Der Name „de la Torre“ ist auf zweierlei Weise zu verstehen. Anfang des 16. Jahrhunderts komponierte der Spanier Francisco de la Torre mit seiner „Danza Alta“ das wohl berühmteste Stück für eine Bläserbesetzung. Neben dieser Hommage an den Komponisten ist der Name aber wörtlich zu verstehen. „De la Torre“ bedeutet „Vom Turm herab“. Bläsergruppen musizierten seinerzeit zu den verschiedensten Gelegenheiten auf Türmen oder Balkonen.

Das Konzert in Heiligengrabe wurde vom Kloster in Zusammenarbeit mit dem Verein Kulturfeste im Land Brandenburg ermöglicht.

Von Björn Wagener

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