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Musik aus dem Staubsauger

Klangexperimente in Rheinsberg Musik aus dem Staubsauger

Karsten Raecke schwört auf Halberstädter Würstchen aus der Dose aus DDR-Zeiten – der Dose wegen. Die erzeugten einen Klang, mit denen die Dosen von Frankfurter Wurst nicht mithalten können, erklärt der Klangexperte am Sonnabend zur Langen Nacht der Künste in Rheinsberg. Raecke holt aus allem Töne heraus.

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Hans-Karsten Raecke mit Klangexperimenten.

Quelle: Cornelia Felsch

Rheinsberg. Keksdosen, Suralinflöte, Staubsaugergestänge und Würstchen-Büchsen bringt der Musiker Hans-Karsten Raecke zum Klingen – für die Besucher der Rheinsberger Langen Nacht am Sonnabend ein außergewöhnliches Erlebnis. Sie erfahren, dass die DDR-Dosen in denen Halberstädter Würste früher steckten, eine besondere Klangqualität hatten, mit der Frankfurter Wurst-Dosen nicht mithalten können.

Der kreative Raum in der frisch ausgebauten Musikbrennerei wird am Sonnabend zum Klanglabor. Dicht gedrängt sitzen die Besucher auf den Stühlen und genießen das, was das menschliche Gehirn gemeinhin als „schräg“ oder „schrill“ wahrnimmt. „Die Glasmetalldosenharfe ist eines meiner fünf wichtigsten Instrumente sagt der Künstler und erzeugt mit einer Angelsehne überirdische Laute zu Texten von Ernst Jandl: „Wie fast...wie bitter... wie kaum.“

Neben einem präpariertem Klavier leisten dem Komponisten Taschenlampen, Staubsauger, Pfeifen und die verschiedensten Mundstücke hervorragende Dienste. Bei Hans-Karsten Raecke scheint es kaum Dinge zu geben, denen man keine Töne entlocken kann. Hochinteressant sind seine Experimente allemal. „Wenn es nicht gelingt, schmeißt man es halt weg“, sagt der gebürtige Rostocker, der unter anderem Komposition, Chorleitung, Klarinette und Klavier studiert hat. 70 verschiedene Instrumente hat er bereits erfunden. Etwa 15 davon hat er in ständigem Gebrauch. Am Sonnabend konnte er nur einige davon vorstellen, auch wenn die Musikfans gern noch mehr gehört hätten. Leider hatte er keine 639 Jahre zur Verfügung, wie sein amerikanischer Kollege John Cage für sein längstes Orgelkonzert der Welt.

Von Cornelia Felsch

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