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Ostprignitz-Ruppin Musik und Sport im Volksgarten Wusterhausen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Musik und Sport im Volksgarten Wusterhausen
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00:17 08.06.2016
Die Drachenboote gingen zwar nicht ins Rennen, fuhren aber trotzdem auf dem Klempowsee. Quelle: Sandra Bels
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Wusterhausen

Die paar Tropfen Regen am Samstagnachmittag konnten der Stimmung beim Sommerfest im Wusterhausener Volksgarten nichts anhaben. Sie wurden von den Gästen eher als Erleichterung empfunden. Nur ein paar Regenschirme kamen zum Einsatz. Das Wetter meinte es wirklich sehr gut an diesem Nachmittag. Das Quecksilber war auf 28 Grad gestiegen.

Das traditionelle Drachenbootrennen am Samstagvormittag war zwar ausgefallen, weil einige Teams aus den unterschiedlichsten Gründen nicht antreten konnten. Die Wassersportfreunde Wusterhausen hatten die Drachenboote aber an den Schwimmsteg gebracht und luden zu Schnupperfahrten ein oder zeigten ihr eigenes Können. Auch ein paar Segelboote lagen am Steg und konnten angeschaut werden.

Programm für die ganze Familie am Nachmittag

Das Nachmittagsprogramm für die ganze Familie begann um 13 Uhr mit der großen Kaffeetafel, die von den Frauen der Feuerwehr bestückt worden war. Dazu gab es Musik im proppenvollen Festzelt. Die vielen Gäste hatte der Shantychor „Stella maris“ mit seinen Seemannsliedern angelockt. Den Sängern folgte gleich der nächste musikalische Höhepunkt: der Auftritt des Chores „Querbeet“.

Vereine aus Wusterhausen stellten sich auf dem Platz vor. Dazu gehörten unter anderem die Pferdesportgemeinschaft Ruppiner Land und die Wassersportfreunde Wus­terhausen sowie die Arbeitsgemeinschaft Schwimmen der Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen. Ein Kettenkarussell drehte seine Runden auf dem Rummel und es gab Eis, Gegrilltes, Fisch, Süßes und Musik. Geflochtenes aus Weidenzweigen stand zum Verkauf bereit. An einem Mal- und Basteltisch entstanden zum Beispiel bunte Vogelhäuschen.

Liveband spielte Oldies und Popsongs

Ab 20 Uhr wurde zum Sommerfesttanz mit der Live-Band „Real Spirit“ aus Vechta eingeladen. Sie spielte Oldies, aber auch Rock- und Popsongs. Anders als sonst klang das Fest am Samstagabend mit dem Tanz aus. In den vergangenen Jahren gab es auch noch einen Festsonntag.

Nicht ausgefallen waren die traditionellen Veranstaltungen des Sommerfestes am Freitagabend. Gegen 19 Uhr startete der Brezelumzug mit Fackeln. Organisiert wird er von jeher vom Kulturverein des Ortes. Damit belebten seine Mitglieder erneut die alte Wusterhausener Tradition. Schließlich war das Brezelfest dort bis 1914 für lange Zeit von Bedeutung, wobei es galt, arme Kinder zu beschenken. Die Kinder waren aufgerufen, sich mit historischen oder modernen und frechen Kostümen zu verkleiden. Sie bekamen an verschiedenen Standorten in der Stadt Brezeln und Süßigkeiten geschenkt.

Der Brezelumzug führte wie immer von der Stadtkirche St. Peter und Paul hin zum Festplatz im Volksgarten. Jeder, der im Umzug mitgelaufen war, hatte eine Freikarte für die Abendveranstaltung dort erhalten.

Kinderdisko mit Knicklichtern

Nach der Ankunft am Volksgarten fiel der Startschuss für die Kinderdisko, für die es gratis Knick­lichter gab. Gegen 21 Uhr begann dann die Disko für die Größeren. Für Musik sorgte dabei DJ Jimmy Klepp aus der Diskothek Nightstar in Walsleben. Gegen 22.30 Uhr wurde das große Höhenfeuerwerk am Volksgarten über dem Klempowsee gezündet. Es war bis nach Kyritz zu sehen. Dazu gab es einen Bootskorso mit musikalischer Umrahmung.

Hier hatten sich die Wassersportfreunde Wusterhausen etwas ganz Besonderes ausgedacht. Es war eine Premiere. Sie hatten zwischen die beiden Drachenboote einen Ponton gebunden und das Ganze mit Lichterketten geschmückt. Auf dem acht Meter langen Ponton spielten der Wusterhausener Hagen Schumacher und Annett Weigelt aus Rosenwinkel Dudelsack. Mit dabei war auch die Rhytmusgruppe des Shantychors „Stella maris“. Mit dem Gespann ging es über den See, was bei den Zuschauern sehr gut ankam und bei einigen für Gänsehaut sorgte, wie Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank am Samstagnachmittag auf dem Festplatz berichtete.

Von Sandra Bels

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