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Musikalische Reise in die Barockzeit

Heiligengrabe Musikalische Reise in die Barockzeit

Sie hört sich so leicht und sprunghaft an, die frühbarocke Musik des Potsdamer Trios „La Risonanza“, doch in ihr stecken jede Menge harte Arbeit und unzählige Übungsstunden. Von der Qualität der Musikerfamilie Catenhusen durfte sich am Samstagabend das Publikum in der Heiliggrabkapelle des Klosterstifts Heiligengrabe überzeuge – und so Manches über den Frühbarock lernen.

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Markus (l.), Susanne uns Luise Henriette Catenhusen aus Potsdam spielten in der Heiliggrabkapelle frühbarocke Musik.

Quelle: Christian Bark

Heiligengrabe. „Bach wäre für uns Musiker sehr viel einfacher zu spielen“, erklärte Markus Catenhusen seinem Heiligengraber Publikum am Samstagabend während des Konzerts „Stylus Phantasticus“. Denn bei Bach gebe es längst nicht so viele Tempiwechsel wie bei den frühbarocken Stücken, die er an diesem Abend gemeinsam mit seiner Ehefrau Susanne und ihrer Tochter Luise Henriette in der Heiliggrabkapelle spielte. „In vier Minuten Musik wurde 16 Mal das Tempo gewechselt“, erklärt der Violinist.

Direkt leicht und virtuos wirkten die Flötenklänge von Luise Henriette Catenhusen während sie die „Sonata terza“ aus dem von Dario Castello 1629 komponierten frühbarocken Werk „Sonate concertate in Stil moderno“ spielte.

Doch was sich so leicht unter dem Prädikat „Gute-Laune-Musik“ anhörte, war tatsächlich das Ergebnis vieler Proben, wie Markus Catenhusen betonte. „Je unbekümmerter die Musik wirkt, desto mehr Arbeit steckt darin.“

Die Heiliggrabkapelle war gut besucht

Die Heiliggrabkapelle war gut besucht.

Quelle: Christian Bark

Und auch dem Publikum sprach der Potsdamer Musiker seinen Respekt aus – dafür, dass es so mutig gewesen sei, sich ein Programm anzuhören, bei dem es womöglich nur von einem Bruchteil der Komponisten schon einmal etwas gehört habe. Italien war in der Zeit zwischen 1580 und 1630 eine Hochburg der frühbarocken Musikkunst. In Venedig hätten die meisten Komponisten ihre Werke drucken lassen. Inspiration für die Musik seien antike Dramen oder Tragödien gewesen. „Die wurden schon im alten Griechenland mit Musik aufgeführt“, erklärte Markus Catenhusen. Allerdings hätte man in Barock und Renaissance nur eine leichte Ahnung davon gehabt, was das für Musik gewesen sein könnte. Mit auf dem Programm des Trios standen auch Caudio Monteverdis „Zefiro torna“ von 1632 und Biagio Martinis „La Orlandina“ von 1617.

Am nächsten Samstag, 6. August, werden ab 19 Uhr in der Heiligengraber Stiftskirche unter anderem Werke für Horn und Orgel von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel zu hören sein. Spielen werden diese Gisbert Nä­ther und Marit Böttcher am Horn sowie Andreas Wenske an der Orgel und am Englischhorn. Der Eintritt ist frei.

Von Christian Bark

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