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Ostprignitz-Ruppin Musikbrennerei in Rheinsberg eröffnet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Musikbrennerei in Rheinsberg eröffnet
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00:25 04.11.2015
Hans-Karsten Raecke am Pfeifentopf: erst mit Tabak, dann mit Lauge. Quelle: Regine Buddeke
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Rheinsberg

Schön ist es geworden, da sind sich alle Gäste einig, die die alte Schnapsbrennerei in der Rheinsberger Königstraße noch kannten. Am Freitagabend wurde sie umgewidmet. Das komplett restaurierte Gemäuer ist zur Musikbrennerei geworden. Die Neu-Rheinsberger Hans-Karsten Raeck­e und Jane Zahn haben sich damit einen Traum erfüllt. Er, ein namhafter Komponist und Klangkünstler, und sie, politische Kabarettistin, wollen das Haus mit Leben füllen und Veranstaltungen beider Genres organisieren.

Noch am Vormittag wurde im Hof gearbeitet

Hans-Karsten Raecke ist die Erschöpfung am Freitagabend deutlich anzusehen. Noch am Vormittag seien die Radlader auf dem Hof zugange gewesen. Im Laufe der Monate ist aus dem alten Kasten ein Schmuckstück über zwei Etagen gewachsen, mit einem Konzertraum samt Rang, hohen Fenstern, die neugotische Strenge verstrahlen. Darüber wölbt sich die restaurierte Kappendecke. Ein Wohlfühlort.

Zahlreiche Gäste kamen zur Eröffnung. Quelle: Regine Buddeke

Trotz der Anstrengung hat der 74-Jährige noch Elan genug, mit seiner Lebensgefährtin die Eröffnung zu feiern – ausdrücklich mehr Feier als Musik. Letztere kommt dennoch nicht zu kurz. Die Gäste sind interessiert an den exotischen Instrumenten, die der Klangmeister baut und für die er eigens Kompositionen schreibt: „Um aus jedem Instrument das herauszuholen, was es kann.“ Etwa bei der Himmelsscheibe von Nebra, die er per Klanggenerator in Szene setzt. Der Hobby-Astronom vertont gern kosmische Erscheinungen: Protuberanzen und Asteroidengürtel bringt er im zweiten Set zum Klingen. Vorher rezitiert Jane Zahn sehr eindrucksvoll das Gedicht „Nachtgestalten“. Fein verwoben werden hier die Liebenden von Tucholskys „Rheinsberg“ und jene, die nachts den Döner-Stand abfackeln.

Die Musik bietet reichlich Gesprächsstoff

Zwischen den Sets sind immer wieder Pausen – zum Begrüßen, Reden, Trinken, und zu vorgerückter Stunde dann Trinken, Reden, Trinken, Die Musik gibt reichlich Stoff zum Austausch. „Gewöhnungsbedürftig“ – das Wort hört man oft. Aber die Gäste sind aufgeschlossen und lassen sich auf das Klangerlebnis ein. Und das ist allemal lohnend: Wenn Raecke seine Blas-Metall-Dosenharfe bearbeitet, kann man ganz wunderbar in Fantasiewelten abtauchen. Was als fauchendes Raubtier beginnt, klingt später fernöstlich. Auch der Pfeifentopf vermag erstaunliches. Nicht nur, dass er am Anfang qualmend den „Raucher-Blues“ jamt und am Ende Seifenblasen blubbert – zwischendrin läuft ein Filmmarathon durch alle Genres. Man hört Fressgeräusche von Monstern aus Horrorfilmen, zischend heißes Fett, Sphärenklänge aus Sci-Fi-Streifen, den Psychothriller im geheimnisvollen Abwassersystem.

Von Regine Buddeke

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