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Musikprojekt mit Flüchtlingen vorgestellt

Wittstock Musikprojekt mit Flüchtlingen vorgestellt

Dass die Deutsche Sprache vielleicht gar nicht mehr so schwer zu sein scheint, wenn man sie singt, haben etwa 15 Flüchtlinge während eines Musikprojekts mit der Künstlerin Annett Glöckler feststellen können. Wie sich das anhörte und was alle Beteiligten dabei lernen konnten, zeigte Glöckler am Freitag in einer Videopräsentation in Wittstock.

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Im Anschluss gab es ein leckeres Buffet.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Eigentlich hatte alles mit einem Deutschkurs für Flüchtlinge, mehrheitlich aus Syrien, begonnen, den die Barenthiner Künstlerin Annett Glöckler Ende vergangenen Jahres in Wittstock betreute. „Dabei haben wir schnell gemerkt, dass wir uns der deutschen Sprache besonders gut über Lieder nähern können“, berichtete Annett Glöckler am Freitagabend im Catharina Dänicke Haus in der Gröperstraße. Dann sei ihr die Idee gekommen, aus dem singenden Deutschkurs ein Videoprojekt zu machen – genau das stellte sie am Freitag in Wittstock vor.

Die Kinder sangen in ihrer Wittstocker Wohnung vom Frieden

Die Kinder sangen in ihrer Wittstocker Wohnung vom Frieden.

Quelle: Christian Bark

Unter dem Namen „Liebe kannst Du nicht verstecken“ waren sieben Kurzfilme entstanden, auf denen Flüchtlinge mit Annett Glöckler aber auch unter sich gemeinsam singen. „Der Projekttitel stammt aus einer Liedpassage“, erklärte die Künstlerin. Er habe ihr so gut gefallen, dass sie ihn für das Projekt gewählt hatte. Eben auch darum, weil Liebe ein wesentlicher Bestandteil der Integrationsarbeit sei.

Und weitere Liedpassagen erwiesen sich als signifikant für die Situation von Flüchtlingen in Deutschland. Freilich etwas derb, aber aussagekräftig, fragten die Flüchtlinge beim Vortrag eines russischen Volksliedes: „Wozu sonst, Himmelarsch, bin ich Gast dieser ewigen Welt?“

Auch deutsche Volkslieder wurden von Deutschen und Flüchtlingen vorgetragen

Auch deutsche Volkslieder wurden von Deutschen und Flüchtlingen vorgetragen.

Quelle: Christian Bark

Die sieben Filme waren an ganz unterschiedlichen Orten in Ostprignitz-Ruppin entstanden. In einer Wittstocker Wohnung, im Schatten der Neuruppiner Stadtmauer, auf dem Aussichtsturm in Blumenthal und in einem Wald bei Kyritz. Kräftig auf einem See rudern musste im Video Nabil Alhalabi. Er stammt aus Damaskus in Syrien, lebt seit einem Jahr in Deutschland, wie er sagt. Das Projekt mit den Liedern habe ihm großen Spaß gemacht. „Ich singe gern und bin notfalls ein guter Schwimmer“, spielte er auf die teils wacklige Bootspartie an. Derzeit besuche er wieder einen Deutschkurs, aber über das Singen sei es manchmal leichter gefallen, sich der Sprache zu nähern.

Von den Filmen und den anschließenden Gesprächen am Buffet, wofür viele Flüchtlinge Speisen aus ihrer Heimat zubereitet hatten, zeigte sich auch Heike Kropius aus Papenbruch begeistert. „Dafür braucht es aber immer Leute, die sich engagieren“, betonte sie.

Engagieren will sich Annett Glöckler auch weiterhin, wie sie ankündigte. Gerade sei sie dabei, einen Wandkalender unter dem Motto „Menschen und ihre Lieder“ zu gestalten. Dessen Erlöse würden wiederum der Flüchtlingsarbeit zugutekommen.

Von Christian Bark

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