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Musikscheune Vielitz meist ausverkauft

Hochkarätige Konzerte im Juli und August als Geheimtipp Musikscheune Vielitz meist ausverkauft

Die Musikscheune am Ufer des Vielitzsees ist ein Geheimtipp unter Musikfans. Oft ist sie bis auf den letzten Platz besetzt. Wer zu spät kommt, muss draussen bleiben. Ein hochkarätiges Musikprogramm lockt im Juli und August zu den alljährlichen Sommerkonzerten. Das Programm ist in diesem Jahr allerdings etwas komprimierter als sonst.

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Immer dabei: Die Musiker von "Jacaranda" mit ihren exotischen Instrumenten.

Quelle: Regine Buddecke/Archiv

Lindow. "Wir fangen in diesem Jahr spät an", sagt der Musikscheunen-Chef Reinhard Hagen. "Und außerdem mussten wir etwas komprimieren." Ein Großteil der alljährlichen Sommerkonzerte der Musikscheune Vielitz bei Lindow findet im Juli statt. Grund: Die Musiker hatten keine anderen Termine mehr frei. Das wundert nicht, denn die Künstler, die in Vielitz auftreten, haben allesamt einen gut gefüllten Terminkalender. Auch in dieser Saison sind wieder gute alte Bekannte dabei, die dem Vielitzer Stammpublikum in den vergangenen Jahren ans Herz gewachsen sind und immer wieder in die Scheune kommen, in der auch der Hausherr dann und wann seinen markanten Bass mit ausgewählten Opernarien ertönen lässt. Das hat sich herumgesprochen: Die Musikscheune am Ufer des Vielitzsees ist meist bis auf den letzten Platz besetzt ‒ sowohl Einheimische schätzen das hochkarätige Programm als auch viele Berliner, die regelmäßig zu den Sonntagskonzerten in den Ort kommen.

Von Sinatra bis Wagner

Den Anfang macht am 28. Juni Victor von Halem, seines Zeichens Bass wie der Hausherr und überdies ein langjähriger Freund des Hauses. Begleitet vom Wolfgang-Köhler-Quintett, huldigt von Halem dem von ihm verehrten Frank Sinatra ‒ aus Anlass des 100. Geburtstags der Ikone.

Eine Woche später, am 5. Juli, ist Zeit für große Oper. Auf dem Programmzettel steht Richard Wagner ‒ für alle Fans, denen Bayreuth zu weit ist. Die beiden Bässe, einmal mehr Victor von Halem sowie der Hausherr selbst, werden die machtvollen Wagnerarien singen, die man aus "Tannhäuser", "Lohengrin" oder dem "Ring des Nibelungen" kennt. Weibliche Verstärkung geben die Sopranistin Peggy Steiner sowie Doris Vetter am Klavier.

Zeitreise in die Goldenen Zwanziger

Ein Fest der Stimmen wird auch am 12. Juli zelebriert ‒ weniger dramatisch als bei Wagner, indes nicht weniger stimmgewaltig. "Five Gentlemen" geben sich die Ehre: Adrett in Frack, Gel im Haar, Schmelz in der Kehle sind sie die perfekte Wiedergeburt der Comedian Harmonists, deren Repertoire sie sich zu eigen gemacht haben. Charmant und frech und ein wenig frivol nehmen sie die Zuhörer mit auf eine Zeitreise in die Goldenen Zwanziger. Fremde Klänge gibt es am 19.Juli auf die Ohren: Das achtköpfige Divertimento Vocale Berlin singt jiddische Lieder aus Zeiten der Verfolgung und des Holocaust sowie alte Schlager aus den 20er bis 40er Jahren.

Am 26. Juli kommt das bunte Volk: Die Theatergruppe "Spielbrett" macht auf ihrer Planwagentour auch Halt in Vielitz. "Leute, holt die Wäsche und die Kinder rein! Die fahrenden Schausteller sind wieder da!", warnen die lustigen Mimen, die getreu ihrem Motto "Shakespeare in 100 Minuten" in diesem Jahr die tragische Geschichte von "Romeo und Julia" spielen. Dass dabei nicht nur geweint, sondern auch Lachtränen fließen werden, ist gewiss: "Wir spielen sinnlich, kräftig, plastisch, unterhaltsam, kritisch, intelligent, aber nicht intellektuell", sagt die Truppe über sich selbst. Von "Jacaranda" kann man nie genug bekommen. Seit mehr als zehn Jahren kommen sie schon nach Vielitz ‒ immer wieder verzücken die Musiker mit ihrem Mix fernab jeder Schublade sowie den exotischen Instrumenten, die sie von ihren weltweiten Tourneen mitbringen. Ob Didgeridoo, Alphorn, ein jazziges Saxofon, ein furioses Piano, Marimbafon ‒ jedes Stück ist ein Ohrenschmaus und gleichzeitig eine Reise in vergangene Zeiten oder fremde Kulturen. Am 23. August gastieren sie in Vielitz.

Oktoberfest im August

Am 29. August gibt es dann ein Novum: Vielitz feiert sein erstes Oktoberfest. "Ich habe nur die Scheune zur Verfügung gestellt", sagt Reinhard Hagen, der sich bei dieser Veranstaltung aus der Organisation heraushält. Der Vielitzer Mathias Scholz vom "Haus des Gastes" sowie der Lindower Kneipenwirt Udo Rönnefahrt stemmen die Sause, bei dem es zünftig Haxen gibt und das Bier im Halb- und Litermaß ausgereicht wird. "Ein bissel Dirndl täuschen wir auch an", so Udo Rönnefahrt. Was er selbst trägt, lässt der Hüne noch offen. "Ich lass mir was einfallen." Olga Kaminer und DJ Willi legen zu späterer Stunde zur "Russendisko" auf.

Von Regine Buddeke

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