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Ostprignitz-Ruppin Mutter-Kind-Zentrum geht endlich in Betrieb
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mutter-Kind-Zentrum geht endlich in Betrieb
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02:15 04.11.2017
Offiziell übergeben wurde das mit Millionenaufwand sanierte Gebäude bereits Mitte Juni. Doch es gab Baumängel. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Es hat deutlich länger gedauert als gedacht: Das neue Mutter-Kind-Zentrum der Ruppiner Kliniken, ausgestattet mit mehreren Kreiß- und Operationssälen sowie einer Frühchenstatiton, wird in der nächsten Woche in Betrieb gehen können. Das kündigte Kliniksprecherin Verena Clasen am Mittwoch auf MAZ-Nachfrage an. Demnach sind die Baumängel an dem Millionenprojekt endlich behoben worden.

Das Neuruppiner Krankenhaus hatte in den vergangenen zwei Jahren fast fünf Millionen Euro in den Um- und Ausbau des denkmalgeschützten S-Hauses investiert, damit dieses sowohl den Ansprüchen von Patienten und Ärzten an eine moderne medizinische Versorgung gerecht wird als auch wirtschaftlich betrieben werden kann.

Projekt wurde bereits Mitte Juni übergeben

Voller Stolz war das S-Haus Mitte Juni im Beisein der einstigen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) übergeben worden. Von Baumängeln war damals noch keine Rede. Vielmehr hieß es, dass die Geburtstation, die sich im 1991 sanierten K-Haus befindet, innerhalb weniger Tage umziehen könnte. Doch daraus wurde nichts: Zur allgemeinen Überraschung erklärte Kliniken-Geschäftsführer Matthias Voth Anfang August, dass bei der Bauabnahme Mängel festgestellt worden seien, „die so essenziell sind, dass wir nicht in Betrieb gehen können“. Demnach gab es unter anderem Probleme mit dem Fußboden sowie mit Spalten in der Wandverkleidung der OP-Säle. Die Spalten hätten laut Voth zur Quelle für Keime werden können. Derartige Risiken wollte das Krankenhaus keinesfalls eingehen. Deshalb wurde der Umzug in das neue Mutter-Kind-Zentrum kurzerhand abgesagt. Selbst der Klinikchef rechnete nicht damit, dass das Beheben der Mängel so lange dauern würde. Vielmehr hoffte Voth, dass das neue Zentrum noch im August genutzt werden kann. Aber die Baufirmen hatten offenbar so viele Aufträge, dass es Probleme gab, sie zu einer raschen Nachbesserung zu bewegen.

Bisher ist die Geburtenstation ein Teil der Frauenstation. Doch nicht allen Frauen, die dort behandelt werden, ist es recht, wenn sie beim Gang über den Flur jungen Männern begegnen, die zu ihrem Kind und ihrer Frau wollen. Auch der Platz für die jungen Eltern und Neugeborenen ist im K-Haus begrenzt. Diese Situation soll sich im Mutter-Kind-Zentrum bessern.

Von Andreas Vogel

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