Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Mutter-Kind-Zentrum im Krankenhaus eröffnet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mutter-Kind-Zentrum im Krankenhaus eröffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 19.06.2017
Pflegedirektor René Kelling (r.) zeigte Manuela Schwesig und Landrat Ralf Reinhardt auch die Familienzimmer. Quelle: Andreas Vogel
Anzeige
Neuruppin

Im Beisein von Manuela Schwesig (SPD), bis Anfang Juni noch Bundesfamilienministerin, haben die Ruppiner Kliniken am Donnerstag auf ihrem Gelände ein Mutter-Kind-Zentrum eröffnet. Im sogenannten S-Haus, das in zweijähriger Arbeit völlig umgekrempelt und modernisiert wurde, sind sowohl die drei Kreißsäle untergebracht als auch insgesamt 15 Familienzimmer und die Station, auf der die Frühchen versorgt werden.

Fast fünf Millionen Euro haben die Kliniken für die Arbeiten investiert. Das sei keinesfalls selbstverständlich, betonte Schwesig. Schließlich müssten die Krankenhäuser den Spagat schaffen, einerseits den Ansprüchen von Patienten und Ärzten an eine moderne medizinische Versorgung gerecht zu werden und andererseits dabei dennoch wirtschaftlich zu sein. Wichtig sei zudem, dass die werdenden Mütter und Väter nicht den Eindruck hätten, in einer medizinischen Klinik sein. „Sie müssen sich wohl fühlen“, sagte die Politikerin. Schließlich gehe es nicht um eine Krankheit, sondern um das größte Wunder – die Geburt eines Kindes.

Schwesig: Väter sollten nicht nur eine Nebenrolle spielen

Darauf haben sich die Kliniken eingestellt, auch weil inzwischen bei fast drei Vierteln aller Entbindungen in Neuruppin die Väter dabei oder zumindest in nächster Nähe sind. „Das tut den Kindern und auch der Beziehung gut“, sagte Schwesig, die mit ihrem Mann einen zehnjährigen Sohn und eine einjährige Tochter hat. „Väter sollten nicht nur eine Nebenrolle haben.“ Schwesig sprach deshalb vielfach nicht von einem Mutter-Kind-, sondern von einem Eltern-Kind-Zentrum.

Die leitende Hebamme Sylke Barthel und die Chefärzte Peter Kroschwald (l.) und Bernd Christensen bekamen den symbolischen Schlüssel für das neue Zentrum. Quelle: Andreas Vogel

Den Schlüssel für das nahezu neue Haus überreichte Klinikgeschäftsführer Gunnar Pietzner an die leitende Hebamme Sylke Barthel sowie an Bernd Christensen, den Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, und an Peter Kroschwald, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. „Wir sind sehr gut vorbereitet, bei uns auch werdenden Müttern aus Wittenberge und Oranienburg bei der Entbindung zu helfen“, sagte Landrat Ralf Reinhardt (SPD). Reinhardt ist Chef des Aufsichtsrates der Kliniken, denn diese gehört dem Landkreis – auch das sei etwas Besonderes, sagte Schwesig.

Seit Jahresbeginn schon 362 Neugeborene

Das Mutter-Kind-Zentrum ist zwar schon komplett ausgestattet, dennoch wird es mit dem Umzug noch ein paar Tage dauern. Schließlich muss dieser bei laufendem Betrieb so organisiert werden, dass es bei keiner Geburt zu Problemen kommt.

Das dürfte in der Tat nicht ganz so einfach sein. Immerhin wurden seit Jahresbeginn bereits 362 Kinder in den Kliniken geboren (188 Jungen und 174 Mädchen). Das bedeutet, dass im Schnitt täglich zwei neue Erdenbürger in Neuruppin das Licht der Welt erblickt haben. Hält dieser Trend an, könnte sogar der Nachwenderekord aus dem vergangenen Jahr getoppt werden, als im Krankenhaus der Fontanestadt 830 Kinder geboren wurden, und zwar im K-Haus. Dieses war 1991 als Erstes Gebäude auf dem Klinikgelände saniert worden. Wie es nach dem Auszug der Geburtsklinik genutzt wird, ist noch offen.

Landrat Ralf Reinhardt, Klinikgeschäftsführer Matthias Voth, Manuela Schwesig, die designierte Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde und die Wittstocker SPD-Landtagsabgeordnete Ina Muhß. Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

Wasser ist Leben. Aber wie wird es hergestellt? Beim Betriebsausflug, exklusiv für MAZ-Abonnenten, können am 28. Juni 15 Teilnehmer hinter die Kulissen der Preussenquelle Rheinsberg schauen.

19.06.2017

Rund 30 Senioren nahmen an einer Gesprächsrunde mit Holger Kippenhahn, dem Bürgermeister der Gemeinde Heiligengrabe, teil. Es ging um aktuelle Entwicklungen und Ausblicke. Der anhaltende Einwohnerschwund werde auf kommunale Strukturen Einfluss haben, sagte er.

18.06.2017

In Freyenstein hat die Stadt Wittstock jetzt ein Wegeleitsystem für Touristen installiert. Schilder erleichtern die Orientierung und sorgen für Übersichtlichkeit.

18.06.2017
Anzeige