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NCC feiert 33. Session

Neuruppin NCC feiert 33. Session

Mit viel Ruppin helau feierten die Jecken des Neuruppiner Carneval Clubs am Wochenende ihre 33. Session. Am Samstag stieg eine große Party mit viel Showprogramm im Neuruppiner Stadtgarten, am Sonntag gings beim Umzug durch die Innenstadt. Für die Funkengarde eine Herausforderung: die Narrenkappen sind nicht wasserdicht.

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Die Funkengarde war zwar diesmal unbehütet und vermummt, schlug sich aber wacker durch den Regen.

Quelle: Regine Buddeke

Neuruppin. Die Funken kommen in Frischhaltefolie-Verpackung daher. Nicht dass sie das nötig hätten. Aber das Wetter lässt es nicht anders zu. „Das hatten wir seit zehn Jahren nicht mehr, dass wir die Funken-Hüte mit dem Auto in den Stadtgarten fahren musten“, berichtet NCC-Schatzmeister Christian Breuer über die nicht wasserfesten Narrenkappen des NCC. Aber egal, die Funkengarde schwingt ihre Beine, als wäre eitel Sonnenschein und auch viele Zuschauer sind trotz des Schneeregens gekommen, um den Karnevalisten ordentlich zuzujubeln, die am Sonntag Punkt 14 Uhr ihren alljährlichen Umzug vom Einkaufszentrum Reiz durch die Innenstadt bis zum Stadtgarten starten. Der Premnitzer Fanfarenzug marschiert mit Uff-tata vorneweg, von den Wagen fliegen Kamellen satt durch die Luft.

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Zum 33. Mal feierten die Narren des Neuruppiner Carnevals Clubs NCC mit vielen „Ruppin helau“ die närrische Zeit. Am Samstagabend ausgiebig im Stadtgarten und am Sonntag beim traditionellen Umzug. Trotz des Regens kamen viele Besucher, auch zur späteren Kurz-Show im Kulturhaus.

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Yella, Emmi und Fynn haben sich als Elch, Elefant und Tiger verkleidet. Verkleidung ist Ehrensache. „Es ist schließlich Karneval. Wenn man nur wegen der Süßigkeiten kommt, ist es langweilig“, sagt Emmi, die Jahr für Jahr dabei ist und ihre Freunde mitgenommen hat.

Es ist die 33. Session der Neuruppiner Narren – von Müdigkeit ist ihnen nicht viel anzumerken, obschon sie die Nacht zuvor ordentlich gefeiert haben. Bei der großen NCC-Abendsause am Samstag waren gut 250 Gäste im Kulturhaus Stadtgarten – bis drei Uhr nachts wurde getanzt und gefeiert. „Wir haben maßlos überzogen beim Programm“, sagt Eberhard Greulich, der als Pater Wichmann mit seinen „Klosterbrüdern“ auch am Sonntag noch einmal auf der Bühne steht – nach dem Umzug sind noch einmal 250 Feierlustige ins Kulturhaus gekommen. In diesem Jahr die Koalitionsverhandlungen aufs Korn nahm. Ein wenig war die Bütt schon von der Realität eingeholt worden. Ungeachtet dessen hackt man ein wenig auf den ärschlings stinkenden „Volks-Rössern“ aus Wolfsburg herum und bekrittelt Kaiserin Angela auf ihrem hohen Ross. Man trauert ein wenig Jamaika nach: schon wegen der schicken Mützen, den Joints und „No woman no cry“. Für Klosterbrüder ohnehin normal: „Keine Frau, kein Geschrei“.

Trotz Regens kamen etliche Schaulustige zum Umzug

Frauen waren etliche im Saal – samstags wie sonntags. Viel Geschrei war dennoch nicht – vom erwünschten „Ruppin helau“ mal abgesehen. „Es war den ganzen Abend gute Stimmung – ohne Stress. Viele neue Gesichter – auch jüngere“, freut sich Christian Breuer, dessen Schwiegermutter Birgit Breuer die NCC-Präsidentin ist. Noch ein Beweis dafür, dass Männer den Karneval nicht gepachtet haben. Bei den Tanzeinlagen haben sie ohnehin die Nase vorn. Neuruppin leistet sich den Luxus von 33 Funken in drei Altersklassen: die weißen Minis, die blauen und die roten Funken. Auch die Herren haben natürlich ihr Ballett – in diesem Jahr mal ganz anders: in Frack und Zylinder mit Grazie und Glamour.

Glamour bringen auch die beiden Prinzenpaare in den Saal. Das Kinderpaar Nelli und Ben, sowie Ihre Lieblichkeit Anne und ihr Prinzgemahl Chris. Die beiden sind vor kurzem Eltern geworden, ist zu erfahren.

Kindermund tut Wahrheit kund: der Kita-Sketch kommt gut an. „Papa ist ein Angsthase. Immer wenn Mama nicht da ist, schläft er bei der Nachbarin“, posaunt der Spross auf dem Dreirad hinaus. Das Publikum biegt sich vor Lachen, bevor die Funken in Vollbesetzung wieder ihre Röcke fliegen lassen.

Von Regine Buddeke

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