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Ostprignitz-Ruppin NWG will Spielplätze retten
Lokales Ostprignitz-Ruppin NWG will Spielplätze retten
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00:17 21.11.2016
Nicht einmal alle Anwohner erkennen die Fläche hinter der Neuruppiner Krümelkiste als Spielplatz. Das soll sich ändern. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

An Trostlosigkeit ist die Fläche kaum zu übertreffen. In einer Ecke steht ein hölzernes Klettergerüst, vom Zahn der Zeit deutlich angenagt. Die Schaukel am anderen Ende des Platzes hat auch schon bessere Tage gesehen – vor ziemlich langer Zeit. Dazwischen steht ein einsames Schaukelpferd. Dass es sich bei der Fläche hinter dem Anwohnertreff Krümelkiste an der Neuruppiner Otto-Grotewohl-Straße um einen Spielplatz handelt, wissen nicht einmal alle Anwohner. Attraktiv sieht er jedenfalls nicht aus.

Zuständig für den Platz ist die Stadt Neuruppin – für diesen Platz und gut 40 weitere im gesamten Stadtgebiet. Seit Jahren gibt es Diskussionen über die Zukunft der Spielplätze, jetzt deutet sich zumindest für einige eine Lösung an. Die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft hat sich bereiterklärt, mehrere von ihnen zu übernehmen. Wenn die Stadtverordneten dem denn zustimmen.

Zuerst soll ein Spielplatz wechseln – später könnten es acht werden

„Wir wollen erst mal klein anfangen“, sagt NWG-Chef Robert Liefke. Der Platz hinter der Krümelkiste könnte der erste sein, den die Wohnungsgesellschaft der Stadt abnimmt. Einzige Bedingung: Neuruppin müsste die knapp 2000 Quadratmeter kostenlos an ihre Tochterfirma übertragen.

Laut Liegenschaftsamt hat das Grundstück einen Wert von gut 10 000 Euro. Die gingen der Stadt zwar verloren, wenn die NWG die Fläche übernimmt. Dafür spart Neuruppin aber den Unterhalt. Pro Jahr kostet der Spielplatz rund 2300 Euro, heißt es aus dem Rathaus – neue Spielgeräte nicht mal mitgerechnet. Die NWG würde einen neuen Spielplatz bauen und die Pflege übernehmen.

Für die Stadt klingt das nach einem lohnenden Geschäft. Für die Wohnungsgesellschaft auch, findet Geschäftsführer Liefke: „Spielgeräte sind teuer. Allein Pflege und Wartung kosten richtig viel Geld.“ Doch attraktive Spielplätze machen auch das Wohngebiet attraktiv für junge Familien, und davon profitiert die NWG in jedem Fall.

Die Stadtverwaltung hat zu wenig Geld für den Unterhalt

Hannelore Gußmann, die Vorsitzende des Neuruppiner Sozialausschusses findet das eine tolle Idee: „Ich bin wirklich begeistert“, sagt sie. Neuruppin wachsen die Kosten für die Spielgeräte längst über den Kopf. Baudezernent Arne Krohn hatte sie auf gut 30 000 Euro pro Jahr beziffert; 25 000 Euro stehen in diesem Jahr für den Unterhalt zur Verfügung; es gab auch Jahre, in den es nur 4500 Euro waren.

So viel Geld steht im Budget des Tiefbauamtes angesichts steigender Ausgaben für die Alleebäume und für Straßenschäden aber kaum noch zur Verfügung.

Bürgermeister Jens-Peter Golde hatte schon 2014 dafür plädiert, die Zahl der Spielplätze zu verringern. Von 52 sollten etwa 40 oder 45 übrig bleiben, hatte er angekündigt.

Auf Dauer werden wohl nicht alle Spielplätze erhalten bleiben

Auch NWG-Chef Liefke glaubt nicht, dass auf Dauer alle Spielplätze zu halten sind. „In einigen Gegenden gibt es vier oder fünf nebeneinander“, sagt er. „Wir sollten überlegen, ob es in jedem Fall vernünftig ist, einen Platz aufrechtzuerhalten.“ Zumal gar nicht überall in der Nähe viele Kinder wohnen, die dort auch spielen.

Bisher hat die NWG acht eigene Spielplätze. Acht weitere könnte sie von der Stadt übernehmen. Für den einen oder anderen könnte das aber auch bedeuten, dass er geschlossen wird. Für den an der Krümelkiste nicht, sagt Robert Liefke klar: „Der wird dort auf jeden Fall gebraucht.“

Von Reyk Grunow

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