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Ostprignitz-Ruppin Nabu nutzt Trafohäuschen in Köpernitz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Nabu nutzt Trafohäuschen in Köpernitz
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00:17 11.05.2016
Timo Kühn vor einem der Trafohäuschen. Quelle: Foto: Regine Buddeke
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Heinrichsdorf

Sie ist das Patensymbol der Naturschutzgebiete, prangt auf gelben Schildern in etlichen Wäldern der Republik: die Eule. Schleiereulen, Waldkäuze, Uhus, Waldohreulen und Steinkäuzchen: Es gibt rund 200 verschiedene Arten weltweit. In vielen Kulturen gilt ihr Schrei als Todesankündigung – dabei sind Eulen zunehmend selbst in ihrer Existenz bedroht. Fast alle der in Deutschland lebenden Arten sind mittlerweile gefährdet, da ihr natürlicher Lebensraum ihnen immer mehr entzogen wird. Die zunehmende Industrialisierung der Landwirtschaft macht das Futter knapper, und auch alte naturbelassene Wälder, in denen sich die Nachtjäger wohlfühlen, werden immer seltener. Fakt ist: Die nachtaktiven Tiere brauchen Hilfe – das eint sie. Gleichwohl haben sie jedoch auch recht unterschiedliche Bedürfnisse, wie ihr Schlaf und Nistplatz aussehen soll.

Dunkel mögen sie es alle – da die Tiere nachts jagen und tagsüber schlafen, sei beim Schlafplatz eine Trennwand wichtig, um die Sonne auszusperren. Aber schon die Höhe der Nisthilfen sei von Art zu Art sehr unterschiedlich, erklärt Timo Kühn. Schleiereulen haben gern einen Vorraum vor der Brut- und Ruhekammer – am besten einen, der auch die Marder aussperrt. Mittels zweier versetzt angebrachter Trennwände vor dem Schlafzimmer, die eine Haarnadelkurve bilden, sei das einfach zu bewerkstelligen. „Die Marder können ihren Körper nicht so stark verbiegen und passen nicht durch. Die Eulen tippeln einfach stehend durch die enge Biegung“, erzählt der Heinrichsdorfer.

Timo Kühn kennt sich aus: Er leitet die Nabu-Ortsgruppe Rheinsberg-Lindow seit 2011. Und will mit den 117 Mitgliedern auch etwas für die Eulen tun. Weil Stromleitungen in der Region unter die Erde gelegt wurden, stehen zwei alte Edis-Trafohäuschen inmitten des Waldes leer: eines bei Neuköpernitz, das andere an der Köpernitzer Mühle. Hoch und dunkel bieten sie beste Bedingungen. „Sie sollten eigentlich abgerissen werden, wurden dem Nabu aber vor drei Jahren angeboten.“ Seitdem halten Timo Kühn und seine Ortsgruppe die Türme instand – mit dem Ziel, Nisthilfen für Vögel unterzubringen. Ein paar für Meisen, Spatzen und Singvögel, aber eben auch für Eulen. „Und vielleicht noch ein paar Abhänge-Plätze für Fledermäuse.“

Für welche Eulenarten gebaut wird, beraten die Naturschützer derzeit noch: mit Jochen Hochsieder und Leif Miller – beides mehr oder weniger Nachbarn von Timo Kühn, Leif Miller ist sogar der Bundesgeschäftsführer des Nabu. „Aber auch mein Kassenwart“, schmunzelt Timo Kühn.

Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten an den beiden Trafo-Häuschen beginnen. Erst müssen Zwischendecken eingezogen werden, damit die Helfer die Kästen überhaupt in schwindelnder Höhe anbringen können.

„Das machen wir alles in Eigenleistung“, sagt Timo Kühn. Fördergeld gebe es keins dafür – das Baumaterial wird aus den Beiträgen der Mitglieder bezahlt. „Da kriegen wir schon was Ordentliches hin“, ist der Naturschützer optimistisch.

Von Regine Buddeke

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