Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Nach Brand: Verletzte Häftlinge wieder in JVA
Lokales Ostprignitz-Ruppin Nach Brand: Verletzte Häftlinge wieder in JVA
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:58 27.02.2016
Die JVA Wulkow. Quelle: dpa-Zentralbild
Wulkow

In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Wulkow ist Freitagabend ein Feuer ausgebrochen. Ein großer Teil des U-Haft-Bereiches musste evakuiert werden, fast 70 Häftlinge waren betroffen, sagte ein Polizeisprecher in Neuruppin. Zwei Personen wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. „Ihre Verletzungen haben sich als nicht so schwerwiegend herausgestellt“, sagte Anstaltsleiter Oliver Allolio am Samstag. Sie wurden kurzzeitig wegen Rauchgasvergiftungen in einer Klinik behandelt. Inzwischen sind sie wieder im Gefängnis. Eine weitere leicht verletzte Person konnte vor Ort versorgt werden.

JVA-Psychologe entdeckt Feuer

Das Feuer war gegen 18 Uhr in einer Zelle ausgebrochen – „aus noch ungeklärter Ursache“, heißt es in einer ersten Pressemitteilung. Die Kriminalpolizei geht jedoch von schwerer Brandstiftung aus und ermittelt in diese Richtung. Ein JVA-Psychologe hatte den Brand auf dem Nachhauseweg in der Zelle eines 30-Jährigen entdeckt.

„Der Mitarbeiter ist sofort umgedreht, hat sich einen Feuerlöscher geholt und hat vom geöffneten Zellenfenster im Erdgeschoss aus gelöscht“, sagte Allolio. Andere Bedienstete reagierten ebenfalls und holten die anderen Gefangenen sofort aus dem Haus. Schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr war der Brand gelöscht. „Kompliment an die Bediensteten, die Räumung hat zügig und ohne Zwischenfälle geklappt“, sagte der Anstaltsleiter. Es habe keine Fluchtmöglichkeit bestanden.

Der 30-jährige Verdächtige und ein weiterer Häftling erlitten Rauchgasvergiftungen.

Häftlinge in Zelten untergebracht

Die rund 70 Häftlinge, die den Trakt vorsorglich räumen mussten, wurden auf dem JVA-Gelände zunächst in Zelten untergebracht. Damit während dieser Aktion niemand flüchtet, war die Polizei mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Nach MAZ-Informationen wurden sogar Beamte aus Oranienburg abgezogen, die dort eigentlich einen sogenannten Abendspaziergang von Kritikern der Asylpolitik absichern sollten.

Die Neuruppiner Feuerwehr hatte den Brand in der JVA Wulkow nach einer knappen halben Stunde unter Kontrolle, der Brand war gegen 18.45 Uhr gelöscht. Die Anstalt, die 2001 eröffnet wurde, verfügt über knapp 300 Haftplätze.

Viele Häftlinge wurden auf andere Häuser verteilt

Später kehrten die Insassen der oberen Etage des betroffenen Hafthauses wieder in ihre Zellen zurück. Die 31 Gefangenen aus dem Erdgeschoss, wo das Feuer entfachte, wurden auf andere Häuser in der JVA aufgeteilt. Ihr alter Zellentrakt muss nach Allolios Angaben erst saniert werden, bevor sie wieder zurückkehren können.

Das Gefängnis hat 295 Haftplätze - zum Vollzug von Untersuchungshaft bei erwachsenen männlichen Gefangenen sowie von Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren. In Gefängnissen in Berlin und Brandenburg ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Bränden gekommen. Dabei waren es meistens die Häftlinge selbst, die in ihren Zellen gezündelt hatten.

Kritik an Haftbedingungen in Wulkow

In der Vergangenheit hatte es wiederholt Kritik an den Haftbedingungen in Wulkow gegeben. Sogar der Landtag hatte sich deshalb im vergangenen Jahr mit der Situation in Wulkow beschäftigt (die MAZ berichtete). Die JVA wird seit Sommer von Oliver Allo­lio geleitet, der auch weiter Chef des Gefängnisses in Cottbus ist.

Von Andreas Vogel

Fehrbellin will auch in diesem Jahr kräftig investieren. Rund zwei Millionen Euro hat die Gemeinde für kleine und große Investitionen vorgesehen. Die Kommune rechnet damit, dass sie am Ende des Jahres ein Minus von 1,4 Millionen Euro in der Haushaltskasse haben wird. Der Griff in den Sparstrumpf tut not – soll aber nicht leichtfertig erfolgen , mahnt die Bürgermeisterin.

26.02.2016

Seit September 2015 schmückt den Gedenkstein in Rossow für die Gefallenen des Ersten auch eine Tafel für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs. Damit das Drumherum etwas ansehnlicher wird, plant der Ort eine Bepflanzung sowie die Aufschüttung von Marmorkies. Bei der Gestaltung der Blumenkübel sind auch die Rossower selbst gefragt.

27.02.2016

Seit mehr als 20 Jahren warten die Braunsberger darauf, dass ihre marode Ortsdurchfahrt endlich saniert wird. In diesem Jahr sollten nun endlich die Arbeiten beginnen. Doch daraus wird nichts, weil der Bund eine Richtlinie geändert hat und der Kreis damit keinen Zuschuss für die Sanierung erhält. Entsprechend sauer sind die Braunsberger.

26.02.2016