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Ostprignitz-Ruppin Nach Hause geht’s nur mit dem Jeep
Lokales Ostprignitz-Ruppin Nach Hause geht’s nur mit dem Jeep
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18:25 23.02.2017
Fahrzeuge einer Baufirma haben den Weg nach Stendenitz in Molchow innerhalb weniger Tage in eine Schlammwüste verwandelt. Quelle: Peter Geisler
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Molchow

Dass Karin Seltmann einen Geländewagen fährt, ist reiner Zufall. Ohne den hätte sie ihr Grundstück in Molchow in dieser Woche kaum verlassne können. Davon ist die verärgerte Frau jedenfalls fest überzeugt. Die einzige Zufahrt zu ihrem Haus in einem der hintersten Winkel des kleinen Dorfes führt über einen Waldweg. Und der ist jetzt nahezu unpassierbar.

Schwere Lastwagen haben dem Weg nach Stendenitz zugesetzt. Mit ihren breiten Reifen haben die großen Lastwagen die Erde auf mehrere hundert Metern regelrecht aufgewühlt. „Solange der Boden gefroren war, bin ich da mit Spikes an den Füßen entlang gegangen“, sagt Karin Seltmann. Doch die vergangenen Tage haben ausgereicht, um aus dem zerfahrene Hohlweg in eine Schlammwüste zu verwandeln. Ein normales Auto läuft dort Gefahr, stecken zu bleiben.

Lieferfahrzeuge für Baumaterial sollen den Weg zerfahren haben

Der Verursacher scheint klar: eine Tiefbaufirma hat in der Nähe eine Baustelle. Ihre Lieferfahrzeuge bringen Baumaterial und benutzen den Waldweg dann, um dort zu wenden. Nur ist der Weg dafür nicht ausgelegt.

Aufgebracht hat Karin Seltmann versucht, Hilfe zu finden. Sie hat die Polizei angerufen und versucht, Anzeige zu erstatten wegen Sachbeschädigung. „Aber der Beamte hat gesagt, er nimmt meine Anzeige nicht auf“, sagt sie. An eine Sachbeschädigung wollten die Polizisten wohl nicht glauben – für die braucht es laut Strafgesetzbuch einen Vorsatz. Und die Beamten zweifelte, dass die Lastwagenfahrer den Weg absichtlich zerfahren hat.

Die Polizei verwies die Molchowerin an die Stadtverwaltung. Doch auch dort schien sich niemand so richtig für das Problem zu interessieren, sagt Karin Seltmann. Das Tiefbauamt habe sie ans Ordnungsamt verwiesen, das wieder zurück an den Tiefbaubereich. Letztlich ist es ihr doch gelungen, ihr Anliegen loszuwerden, sagt die verärgerte Frau.

Firma darf den Weg nicht mehr benutzen

Und anders als Karin Seltmann glaubt, interessiert sich die Stadtverwaltung sehr für den Fall. Mitarbeiter des Bauamtes haben sich die Lage vor Ort angesehen, sagt Neuruppins Stadtsprecherin Michaela Ott: „Im Ergebnis wurde das ausführende Bauunternehmen zum einen angewiesen, den unbefestigten Teil der Stendenitzer Straße mit schweren Baufahrzeugen nicht mehr zu befahren.“ Außerdem wurde die Firma aufgefordert, den kaputten Weg wieder zu reparieren.

Das hat die Firma schon versucht, hat Karin Seltmann festgestellt. Vor ihrem Grundstück wurde der schlammige Weg ausgebessert. „Bei meinem Nachbarn ist der Zustand immer noch unerträglich.“ Angesichts des Wetters dürfte de Reparatur des Waldwegs zurzeit nicht ganz einfach sein. In der kommenden Woche wollen sich Mitarbeiter der Stadt mit Vertretern der Baufirma noch einmal dort treffen und beraten, was zu tun ist.

Unabhängig davon hat die Stadt Neuruppin beantragt, die Straße für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zu sperren. Entscheiden kann darüber aber nur das Straßenverkehrsamt des Landkreises. Allerdings sind auch schwere Müllfahrzeuge auf diesen Weg angewiesen.

Von Reyk Grunow

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