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Ostprignitz-Ruppin Zusteller lässt sich nicht einschüchtern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zusteller lässt sich nicht einschüchtern
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00:33 24.03.2018
Der MAZ-Zusteller möchte nicht erkannt werden. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Weil er sehr gerne MAZ-Zusteller ist, lässt sich ein Kyritzer auch von einem Überfall auf ihn in der Nacht zu Montag nicht einschüchtern. Er will auch weiterhin des nachts die Zeitung austragen, wie er sagt.

Nach dem Vorfall „stand ich zwar erst einmal komplett neben mir und habe am ganzen Körper gezittert“, erzählt der Mann, der vorsichtshalber seinen Namen nicht öffentlich genannt haben möchte. Den Job wegen des Angriffs aufgeben, das kommt für ihn aber überhaupt nicht in Frage. „Ich mache weiter. Die Arbeit macht mir großen Spaß“, sagt er.

Mitarbeiter boten ihm gleich Hilfe an

Die Unwägbarkeiten seien überschaubar. Minusgrade tun ihm überhaupt nicht weh. „Wenn man ordentlich angezogen ist, friert man auch nicht“, sagt der Zusteller. Geeignete Kleidung bekommt er vom Unternehmen gestellt.

Auch die Betreuung der Zusteller überhaupt empfindet er als sehr gut. So habe sich nach dem Vorfall gleich ein Mitarbeiter um ihn gekümmert und Hilfe angeboten.

Der Überfall ereignete sich gegen 1 Uhr

Dass er bei der Arbeit einmal überfallen wird, damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Zwei maskierte Männer griffen ihn Montagnacht gegen 1 Uhr an. „Es war eine ganz normale Nacht. Ich bin um 12 Uhr nachts aufgestanden und habe noch einen Kaffee getrunken, bevor ich losgefahren bin“, erzählt er.

In der Poststraße traten plötzlich zwei Personen hinter einer Hauswand hervor. „Ich habe nur ihre Augen sehen können, sie hatten Masken auf und waren schwarz gekleidet“, erinnert sich der Zusteller. Einer der Männer versuchte, ihn mit einem Kuhfuß zu schlagen. Er konnte ausweichen. Der andere Angreifer wollte den Zeitungsausträger aufhalten, indem er nach dessen Fahrradanhänger griff. Daraufhin warf der Bedrohte das Fahrrad hin und schrie um Hilfe. So hat er es auch bei der Polizei zu Protokoll gegeben. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte Polizeisprecherin Dörte Röhrs auf Nachfrage.

Er will sich nicht von der Angst beherrschen lassen

Der Kyritzer kann sich keinen Reim auf den Angriff machen. Alles ist für ihn denkbar. Etwas Persönliches, aber auch, dass er die beiden bei einem Einbruchsversuch überrascht hatte. Er ist nach dem Vorfall aufmerksamer, wenn er mit den Zeitungen unterwegs ist: „Ich schaue in jede dunkle Ecke und höre auf jedes Geräusch.“ Aber er will sich von der Angst nicht beherrschen lassen.

Seine Arbeit ordentlich zu erledigen, das ist ihm wichtig. So war es auch in der Nacht zu Montag: „Ich habe meine Zeitungen anschließend pünktlich zugestellt. Schließlich verlassen sich die Leser darauf, morgens ihre MAZ im Briefkasten zu haben“, weiß der Zusteller. Und er will sie nicht enttäuschen.

Von Sandra Bels

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