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Ostprignitz-Ruppin Nach “Xavier“: Edis steht heftig in der Kritik
Lokales Ostprignitz-Ruppin Nach “Xavier“: Edis steht heftig in der Kritik
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00:19 15.10.2017
Stundenlang wussten die Retter nicht, welche Orte nach dem Sturm Xavier keinen Strom mehr hatten. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Der Energieversorger Edis steht nach dem Sturmtief Xavier weiter heftig in der Kritik. Grund: Die Edis war selbst für den Katastrophenschutz des Landkreises fast zwei Tage nicht erreichbar. Landrat Ralf Reinhardt (SPD) sprach am Mittwoch von einem „alarmierenden“ und „unzumutbaren Zustand“. Zwar hatte der Katastrophenschutz, für den der Landkreis zuständig ist, gleich am Donnerstagnachmittag einen sogenannten Führungsstab gebildet, der die Einsätze in den Orten nach dem Durchzug von Xavier koordinieren wollte. Doch das sei nicht möglich gewesen, weil die Edis selbst für die Katastrophenschützer bis Sonnabend gegen 11 Uhr nicht erreichbar gewesen sei. Deshalb mussten Feuerwehren die einzelnen Orte, Pflegeheime und Dialysestationen anfahren, um herauszufinden, an welchen Stellen es noch Strom gibt und wo schnelle Hilfe notwendig ist.

Landrat fordert bessere Kommunikation

„Die Edis war nicht willens oder in der Lage, uns einen Überblick zu geben“, schimpfte Reinhardt. Der Landrat will sich darüber nicht nur direkt bei der Edis beschweren, sondern auch das Innenministerium um Hilfe bitten. Schließlich könnte jederzeit wieder ein Sturm wie Xavier über die Region fegen. Reinhardt wollte sich nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn es noch zehn Grad kälter gewesen wäre. Denn in mehr als 20 Orten im Landkreis war auch die Heizung ausgefallen. „Wir brauchen dringend eine bessere Kommunikationsstruktur mit der Edis“, so Reinhardt.

Ein Sprecher des Energieversorgers hatte erklärt, dass die Edis „nach den ersten bekannt gewordenen Orkanwarnungen auch im Landkreis OPR alles menschenmögliche zur Abwehr von Schäden“ unternommen hätte und die Zahl der Mitarbeiter in den Call-Centern und an den Hotlines aufgestockt habe (die MAZ berichtete). Xavier hatte in der Region zwei Todesopfer gefordert.

Von Andreas Vogel

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