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Nachfrage der Bedürftigen reißt nicht ab

Kyritz Nachfrage der Bedürftigen reißt nicht ab

In der Gab-Niederlassung am Kyritzer Bahnhof sind die Lager immer einmal wieder fast leer. Die Nachfrage nach gebrauchten Möbeln und vor allem nach Küchenausstattung übersteigt das Angebot zum Teil deutlich. Auch bei der Lebensmittelausgabe für Bedürftige gibt es Engpässe.

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Gab-Chefin Kerstin Schumacher (l.) informierte die Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Vor allem bei gebrauchten Möbeln und Haushaltsartikeln ist die Nachfrage in der Region um Kyritz derzeit deutlich größer als das Angebot. So lautet die Einschätzung von Kerstin Schumacher. Sie ist Geschäftsführerin der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (Gab), die in Kyritz unter anderem eine Gebrauchtartikelbörse für Bedürftige betreibt.

Als am Mittwoch die Bundestagsabgeordnete der Linken Kirsten Tackmann im Zuge ihrer Sommertour die Gab-Einrichtung am Kyritzer Bahnhof besuchte, bekam sie vor allem im Möbellager viel ungenutzten Raum zu sehen. Das Lager ist halb leer. Ganz mau sehe es wie immer bei Küchenmöbeln und -geräten aus, berichtete Kerstin Schumacher. Zugleich erklärte Mitarbeiter Holger Funke auf Nachfrage, warum die Gab nicht jedes gut gemeinte Spendenangebot annehmen könne und manchmal die Abholung von kostenlos bereitgestellten Möbeln auch ablehnt: „Wir können hier nicht alles hinstellen. Wenn wir es nicht loswerden, müssen wir es entsorgen. Das kostet auch wieder Geld.“ Auch bei der Gab ist der Kunde König. Schließlich bekommt er Möbel, Textilien oder Lebensmittel dort nicht umsonst, sondern zahlt zumindest einen kleinen Obolus.

Schwierig ist die Situation an der Lebensmittelausgabe. Die Gab-Mitarbeiter versuchen dort, Bedürftige mit der Abgabe einiger zusätzlicher Lebensmittel zu entlasten. Doch das Angebot sei sehr begrenzt. Momentan gebe es einen festgelegten Kundenstamm von etwa 50 Personen, berichtet Kerstin Schumann. Bereits seit Ende 2015 nehme man keine Neulinge mehr in die Empfängerliste auf. Es sei einfach nicht genug da.

Bei ihrem Besuch am Mittwoch bekam Kirsten Tackmann auch Einblicke in die „Arbeitsloseneinrichtung“, die Schuldnerberatung, die Werkstatt für therapeutisches Spielzeug und die „Alltagswerkstatt“ für alleinerziehende Frauen. „Ich bin sehr froh, dass es sie gibt“, erklärte die Politikerin den Gab-Mitarbeitern. „Obwohl ich ja für eine Gesellschaft kämpfe, wo sowas nicht gebraucht wird.“

Bei ihrem nächsten Hoffest, dem letzten des Jahres, wird die Gab am Dienstag, 6. September, von 9 bis 14 Uhr wieder jedermann Einblicke in ihre Tätigkeit in Kyritz ermöglichen. Dazu gibt es Gegrilltes, selbst gebackenen Kuchen und Sonderangebote.

Von Alexander Beckmann

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