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Ostprignitz-Ruppin Nachfrage nach Waffenschein steigt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Nachfrage nach Waffenschein steigt
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19:31 31.01.2016
Der kleine Waffenschein ist gefragt. Quelle: dpa-Zentralbild
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Kyritz

Auch wenn es nicht so recht zum Thema Haus und Garten zu passen scheint: Vor wenigen Wochen hatte der Kyritzer Hagebaumarkt vorübergehend Reizgas (sogenanntes Pfefferspray) in sein Sortiment aufgenommen. Die Nachfrage ist da.

Und sie ist in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen. Viele Menschen meinen offenbar, sich technisch auf den Selbstverteidigungsfall vorbereiten zu müssen.

„Das ist ein landes- und bundesweiter Trend“, sagt der Pressesprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin Toralf Reinhardt. Er könne bestätigen, dass dieser Trend vor der Region Prignitz-Ruppin nicht Halt macht. Das zeige sich nicht zuletzt an der Zahl der Anträge auf den sogenannten Kleinen Waffenschein. Genauere regionale Zahlen dazu vermag Reinhardt nicht zu nennen. Landesweit waren im November und Dezember aber fast genauso viele Kleine Waffenscheine erteilt worden wie in den zehn Monaten zuvor. Über die Verbreitung dieser Waffen sagt das wenig aus. „Die Sache ist ja die, dass man keinen Kleinen Waffenschein braucht, wenn man so eine Waffe nur kaufen und zu Hause aufbewahren will“, erklärt der Polizeisprecher. Nach wie vor könne jedermann so ein Teil frei im Handel erwerben. Das Dokument der Waffenbehörde berechtige lediglich dazu, solch eine Schreckschuss- oder Signalwaffe auch in der Öffentlichkeit mitzuführen. Ohne Waffenschein wäre das illegal. Seit 2003 sind diese Waffen den echten Schusswaffen nämlich rechtlich weitgehend gleichgestellt. Grund war die zunehmende Zahl von Straftaten, bei denen Schreckschusswaffen zum Einsatz gekommen waren.

Bei öffentlichen Veranstaltungen sind Schreckschusswaffen verboten

Toralf Reinhardt erklärt den Grundsatz so: „Prinzipiell darf niemand in Deutschland eine Waffe führen – es sei denn, er hat die amtliche Erlaubnis dazu.“ Bei den echten Schusswaffen werde diese Erlaubnis bloß noch strenger gehandhabt. „Der Unterschied ist, dass der Antragsteller dafür ein besonderes Bedürfnis und auch eine Haftpflichtversicherung nachweisen muss.“

Ein Freifahrtschein sei so ein Kleiner Waffenschein jedenfalls nicht, betont der Polizeisprecher: „Bei öffentlichen Veranstaltungen dürfen Schreckschusswaffen generell nicht mitgeführt werden.“ Reinhardt nennt Volksfeste, Tanzveranstaltungen oder Jahrmärkte als Beispiel. Und auch als Ersatz fürs Silvesterfeuerwerk taugten die Schreckschusswaffen kaum: „Ohne Schießerlaubnis darf so etwas in der Öffentlichkeit nicht abgefeuert werden.“ Für Ausnahmen brauche es einen triftigen und vor allem nachweisbaren Grund.

Gar keine Chance auf Legalität hat übrigens, wer eine wie auch immer geartete Schusswaffe ohne das Prüfsiegel der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt sein Eigen nennt.

Auch Reizgassprays darf man nur dann in der Öffentlichkeit bei sich haben, wenn sie ein entsprechendes Prüfsiegel aufweisen. Im Kyritzer Hagebaumarkt sei das natürlich gewährleistet, versichert Marktleiter René Krüger. Der Verkauf erfordere einigen Aufwand: Man müsse sicherstellen, dass die Käufer mindestens 18 Jahre alt sind. Trotzdem sei das Angebot von Reizgas Ende vergangenen Jahres schnell vergriffen gewesen. „Wir haben schon wieder nachbestellt“, so Krüger.

Von Alexander Beckmann

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