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Nachmittag mit Sekt, Kaffee und Viskose

Heiligengrabe Nachmittag mit Sekt, Kaffee und Viskose

Für seine diesjährige Frauentagsfeier hatte sich der Verein Dorfleben Heiligengrabe am Sonntag eine ganz besondere Veranstaltung einfallen lassen – in der Turnhalle der Nadelbachgrundschule wurde den Frauen „tragbare“ Mode präsentiert. Und damit die Zuschauerinnen an diesem Tag den Kuchen ohne schlechtes Gewissen genießen konnten, gab es die Stücke in allen Größen.

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Model Nane Pleißner (vorne) führte Mode zum „Tragen“ vor. Annette Arendt (dahinter) informierte über die Kombination.

Quelle: Christian Bark

Heiligengrabe. Die Turnhalle der Nadelbachgrundschule in Heiligengrabe gehörte am Sonntag ganz den Frauen. 92 waren der Einladung des Vereins Dorfleben Heiligengrabe gefolgt und zur nachträglichen Frauentagsfeier gekommen. In diesem Jahr stand ein ganz besonderes Programm auf dem Plan. „Wir haben eine Modenschau organisiert“, sagte Vereinsvorsitzender Christian Jungbluth. Eigentlich seien für die Veranstaltungen nur maximal 80 Besucher geplant gewesen. Dank Unterstützung der Gemeinde Heiligengrabe sowie der Schule hätten die Sitzgelegenheiten dann aber noch für zwölf Frauen mehr gereicht.

Für die Frauen gab es am Sonntag auch Sekt zum Anstoßen

Für die Frauen gab es am Sonntag auch Sekt zum Anstoßen.

Quelle: Christian Bark

Die Gäste wurden zunächst von Jungbluth und weiteren neun Vereinsmitgliedern begrüßt und im Anschluss mit Kaffee, Kuchen und Sekt verwöhnt. „Schön, was der Verein hier auf die Beine gestellt hat“, freute sich Renate Dargies. Sie war extra aus Wittstock zur Feier nach Heiligengrabe gekommen, um sich ein wenig Modekultur anzuschauen. Die präsentierten ihr und den anderen Frauen drei Damen aus Hamburg. Die Firma MCA, die Annette Arendt gegründet hatte, tourt auch regelmäßig durch die Prignitz.

Modenschau tourt über die Dörfer

„Je weiter draußen, desto besser“, sagte Arendt. In Brandenburg sei sie besonders gerne, weil ihre Eltern aus der Mark kommen und weil sie die „lässige Art“ der Brandenburger schätze. Deshalb hatte sie sich zu Beginn der Veranstaltung auch erst zu den Frauen an die Kaffeetafel gesetzt und ein Pläuschchen gehalten.

Die Dorfvereinsmitglieder hatten Karten mit originellen Sprüchen auf die Tische verteilt

Die Dorfvereinsmitglieder hatten Karten mit originellen Sprüchen auf die Tische verteilt.

Quelle: Christian Bark

Derweil machten sich Nane Pleißner und Katja Harnos in der Umkleide fertig für ihren Auftritt. Als Models präsentierten sie an diesem Nachmittag gemeinsam mit Annette Arendt die „tragbare Mode“ am eigenen Leib. „Das sind hauptsächlich Sachen für reifere Frauen, nichts für Küken“, betonte Pleißner. Denn auch Frauen ab 45 hätten ein Recht darauf, schick angezogen zu sein.

Das sah auch Vereinsmitglied Kornelia Städtke so. „Ich finde es toll, dass wir dafür nicht extra in teure Boutiquen nach Hamburg oder Berlin fahren müssen“, sagte sie. Und wirklich teuer waren die präsentierten Kleidungsstücke nicht. „Die Preise sind noch moderat“, stellte die Heiligengraberin Gabriele Mattner fest. Sie hätte sich schon zu Beginn der Modenschau in eine Kapuzenjacke verguckt. Neben Mattner beobachtete Helga Gottwald interessiert die Models und ihre Kleidung. „Bestimmt ist auch etwas für mich dabei“, sagte sie.

Im Anschluss gab es Mode von der Stange zu kaufen

Im Anschluss gab es Mode von der Stange zu kaufen.

Quelle: Christian Bark

Die Stücke gab es laut Annette Arendt in allen Größen. „Die sind alle ganz pflegeleicht, weil sie aus Viskose gemacht sind“, erklärte sie. Der Kunstfaserstoff erlaube die rasche Reihenfolge „waschen, trocknen, anziehen“. Zudem präsentierten die Models Jacken, die gar nicht zugingen. „Deswegen müssen Sie auch nicht gleich eine Nummer größer nehmen“, betonte Arendt. Besonders aber die zahlreich präsentierten Longshirts in allen Größen erlaubten es, das eine oder andere Stück Kuchen an diesem Nachmittag mehr zu genießen, ohne auf Angst vor unangenehmen Rundungen im Outfit haben zu müssen.

Mode passte nach Annette Arendts Einschätzung perfekt zu dieser Feier. „Schließlich sind wir nicht nur Frauen, wir sind alle feine Damen“, schmeichelte sie ihren Zuschauerinnen. Und als solche sollen sich die Heiligengraberinnen auch im kommenden Jahr fühlen, wie Christian Jungbluth ankündigte. Ob sie dann wieder eine Modenschau erwartet, ließ der Vereinsvorsitzende aber offen.

Von Christian Bark

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