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Ostprignitz-Ruppin Nachnutzer für altes Feuerwehrdepot gesucht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Nachnutzer für altes Feuerwehrdepot gesucht
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00:19 18.11.2017
Das über 145 Jahre alte ehemalige Feuerwehrdepot weist eine attraktive Lage zwischen Dosseteich und Bleichwall auf. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Das ehemalige Feuerwehrdepot am Bleichwall ist vielen Wittstockern aber auch Besuchern der Dossestadt ein Begriff. Schließlich beherbergt es seit zwölf Jahren die Touristinformation der Stadt, ist Anlaufpunkt für Kartenvorbestellungen oder so manche Wegbeschreibung. Allerdings wird die Touristinformation ihren bisherigen Standort mit dem im Wittstocker Bahnhof eintauschen und zwar bereits zu Beginn des Jahres 2019.

„Während der Landesgartenschau wird das alte Feuerwehrdepot als eines von zwei Haupteingangsgebäuden dienen“, kündigte Wittstocks Stadtsprecher, Jean Dibbert, am Dienstag bei einem Pressetermin am Bleichwall an. Dann würden in dem Haus Eintrittstickets und Übersichtskarten zu erhalten sein. Bis zum Ende der Landesgartenschau (Laga) im Oktober 2019 wird das Gebäude also weiter genutzt, doch für die Zeit danach gibt es noch keinen Plan.

„Das ist eigentlich eine perfekte Lage“, sagte Wittstocks Stadtentwickler Martin Bünning. Auf der einen Seite sei der Blick zum Dosseteich, auf der anderen jener zum parkähnlich umgestalteten Bleichwall. Das Objekt biete sich förmlich für eine effektive Nachnutzung an. Diese könne gastronomischer, kultureller oder welcher Natur auch immer sein. Und weil die Stadt nicht bis zum Ende der Laga warten wolle, soll ein entsprechender Nachnutzer bereits frühzeitig gefunden werden.

Victoria Heese berichtete über die Geschichte des Hauses. Quelle: Christian Bark

„Das Interessenbekundungsverfahren startet am Mittwoch“, informierte Victoria Heese vom Amt für Stadtentwicklung. Man wolle die Information möglichst breit streuen, um rasch viele interessante Konzepte und Bewerbungen zu erhalten. „Das Objekt sollte mit seinem Angebot schon die nahe Innenstadt bereichern“, sagte sie. Für die Länge des Pachtvertrags und die Ideen der Nachnutzer sei die Stadt völlig offen. Eine Anfrage zum Objekt hatte es Jean Dibbert zufolge im vergangenen Jahr mal gegeben. Der Interessent wollte das Gebäude gastronomisch nutzen, habe dann aber nichts mehr von sich hören lassen.

Mal Kiosk, mal Spritzenhaus

1871 wurde das Gebäude als Spritzenhaus für die Feuerwehr errichtet. 1914 kam der hölzerne Schlauchturm dazu, der heute aber nicht mehr begehbar ist. Der angrenzende Bleichwall wurde als Übungsplatz genutzt.

1974 zog die Feuerwehr aus. Danach diente das Haus als Lager, ab 1987 als Kiosk und wurde später vom Wittstocker Fliegerclub genutzt. 2005 wurde das Gebäude saniert und war 2007 sogar „Denkmal des Monats“. Seit 2005 beherbergt es die Touristinformation.

Was mögliche Umgestaltungsambitionen angeht, dabei verwiesen die Verantwortlichen auf den Denkmalschutz, unter dem das über 145 Jahre alte Gebäude stehe. „Im Innenraum ist aber sicher einiges machbar“, sagte Martin Bünning. Gut 211 Quadratmeter fasse das Backsteingebäude mitsamt seinem hölzernen Turm. Hintenan befinde sich der große Parkplatz, der auch nach der Laga weiter als solcher genutzt werden könne. Zudem blickte Victoria Heese noch auf die nahegelegene alte Tuchfabrik. Aus dieser solle in einigen Jahren ein großes Bildungszentrum mit Polthier-Oberschule, Diesterweg-Grundschule sowie einem Hort entstehen. In der näheren Umgebung des Bleichwalls werde sich in Zukunft also einiges bewegen, was interessant für mögliche Nachnutzer sein könnte.

Weitere Informationen für Interessenten hier.

Von Christian Bark

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