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Nachtzug in die Prignitz vor dem Aus

Neustadt Nachtzug in die Prignitz vor dem Aus

Das Brandenburgische Verkehrsministerium hat jetzt darüber informiert, dass die Chancen für die Fortführung der Nachtzugverbindung von Berlin in die Prignitz schlecht stehen. Die während des Testbetriebes seit April ermittelten Nutzungsdaten belegen eine zu geringe Auslastung.

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Die Initiative Nachtzug hatte intensiv für die Bahnverbindung geworben.

Quelle: Matthias Anke

Neustadt. Die Aussichten für eine dauerhafte späte Zugverbindung von Berlin in die Prignitz stehen schlecht. Seit dem Fahrplanwechsel vom April verkehrt jeweils spät in der Nacht zum Sonntag ein Zug zwischen Berlin und Wittenberge. Es handelt sich um einen bis Ende September befristeten Test, den die Landesregierung auf Druck einer Bürgerinitiative und vieler Kommunen angesetzt hatte.

Am Mittwoch legte das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Potsdam nun Zahlen zur Auslastung bei den bisherigen Nachtzugfahrten vor. Demnach war der Zug bei seiner Abfahrt um 0.42 Uhr von Bahnhof Zoologischer Garten im Durchschnitt mit 148 Fahrgästen besetzt und damit zu 35 Prozent ausgelastet. In Spandau waren noch 110 Menschen im Zug, in Nauen 47. Von da an nahm die Zahl der Fahrgäste kontinuierlich ab. Zwischen Bad Wilsnack und Wittenberge saßen schließlich im Schnitt nur noch 20 Menschen im Zug. Das entspricht einer Auslastung von fünf Prozent.

Im Ministerium zieht man jetzt das Fazit, dass diese Auslastung nicht ausreicht, um die Fortführung des Nachtzuges zu rechtfertigen. Ab Oktober werden die Fahrten wieder eingestellt. Entsprechend wurden die Vertreter der Bürgerinitiative Nachtzug informiert. Von deren Seite hieß es, dass man sich weiter für eine späte Verbindung von Berlin in die Prignitz einsetzen wolle.

Im Gespräch mit der MAZ betonte am Donnerstag auch Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs, nicht aufgeben zu wollen, „Wir sind ja bis Ende September noch mit sechs Zügen dabei. Die Gelegenheit sollten wir noch nutzen.“ Davon abgesehen müsse man jetzt aber sicherlich über neue Strategien nachdenken, wie sich das großstädtische Kulturangebot für den Nordwesten Brandenburgs erschließen lässt. „Es kann ja nicht sein, dass unsere Region so abgehängt wird“, sagte Dieter Fuchs. Er dankte allen, die die Initiative Nachtzug bislang unterstützten.

Von Alexander Beckmann

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