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Ostprignitz-Ruppin Nachwuchs bei Meister Adebar
Lokales Ostprignitz-Ruppin Nachwuchs bei Meister Adebar
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00:17 08.07.2016
Infotafel am Eingang zum Grundstück: Regina Lange und Ernst Elit sind stolze Gasteltern. Quelle: Christamaria Ruch
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Heiligengrabe

„Hoffentlich geht in diesem Jahr alles gut.“ Dieser Satz geht Ernst Elit und Lebensgefährtin Regina Lange aus Heiligengrabe dieser Tage oft durch den Kopf. Immer wieder halten sie Ausschau und beobachten das Geschehen in acht Meter Höhe: Auf dem Grundstück das Paares befindet sich ein Storchennest.

Immer hungrig: Der Nachwuchs von Meister Adebar reckt die Hälse in die Höhe. Quelle: Ruch

Jede Veränderung auf dem Horst wird genau beobachtet und Buch geführt über Ankunft, Gelege, Anzahl der Jungtiere und Abflug. Auch die Nachbarn verfolgen das Geschehen. „Am 10. Juni sind drei Jungtiere geschlüpft“, sagt Ernst Elit. Wenn alles gut geht, kann der Nachwuchs schon in einigen Wochen seine ersten Flugversuche unternehmen. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg. Nur ungern erinnern sich Elit und Lange an das letzte Jahr. Auch damals befanden sich drei Gelege hoch oben in der Wohnung von Meister Adebar. Doch dann trugen zwei Fremdstörche einen erbitterten Kampf mit dem Storchenpaar aus. Wenig später lagen die kaputten Eier am Boden. „Und wir waren zu dieser Zeit gar nicht hier gewesen“, erinnert sich Regina Lange. Das elternlose Paar blieb dem Horst treu und startete schließlich am 29. August 2015 gen Winterquartier.

Erstmals brütete 2014 ein Paar

Bereits vor 22 Jahren stellte Ernst Elit einen Mast auf dem Grundstück auf und baute einen Horst aus einem alten Beregnungsrad. Denn damals hatte Meister Adebar sein Nest in der Weide auf Elits Hof. Doch erst 2014 nahm erstmals ein Storchenpaar die Wohnung in luftiger Höhe in Besitz und zog dann erfolgreich drei Jungtiere auf.

In diesem Jahr landete am 16. April der erste Storch, bevor am 29. April schließlich die Partnerin folgte. „Die Wiesen rund um Heiligengrabe geben einiges an Futter her“, so der 66-jährige Ernst Elit. Gemeinsam mit seiner 65 Jahre alten Partnerin kennt er sich mittlerweile sehr gut im Storchen-Abc aus. „Wir fahren regelmäßig nach Rühstädt und informieren uns oder lesen viel“, sagen beide. Deshalb wissen sie auch, dass die Störche zur Futtersuche in einem Umkreis von acht Kilometer unterwegs sind.

Drei Jungtiere werden langsam groß

Besonders stolz ist Ernst Elit auf die Storchentafel, die am Eingang zum Grundstück steht. „Die hatte ich mir letztes Jahr zum Geburtstag gewünscht“, sagt er. Nach eigenem Entwurf baute ein Tischler die schmucke Tafel mit Überdachung. Besonderer Hingucker: Storchenfiguren aus Kunststoff sitzen hinter Glas. Oben das Storchenpaar und in der Etage darunter derzeit drei Jungtiere. „Das ist je nach Anzahl der Jungtiere austauschbar“, so Ernst Elit. Immer wieder schauen auch die Kitakinder aus der Nachbarschaft oder Radfahrer am Grundstück vorbei und beobachten das Treiben der Störche. „Wir werden oft darauf angesprochen“, freuen sich Ernst Elit und Regina Lange.

Von Christamaria Ruch

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