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Ostprignitz-Ruppin Nadja macht Heiligengrabe hell
Lokales Ostprignitz-Ruppin Nadja macht Heiligengrabe hell
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02:17 06.11.2015
Manfred Engel demontiert die alten Lampenköpfe. Quelle: Björn Wagener
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Heiligengrabe

Es geschah am Freitagabend: Keine zwei Stunden war die neue LED-Beleuchtung in Zaatzke montiert, da hatte Arno Beck vom Bauamt der Gemeinde Heiligengrabe eine Nachricht von einem Einwohner auf dem Handy: „Klasse Lampen, super hell!“

Das gilt mittlerweile für immer mehr Ortsteile. Denn die Umrüstung auf die hellere und gleichzeitig sparsamere LED-Technik schreitet voran. Insgesamt gibt es rund 1300 Straßenlampen im Gemeindebereich. Wurden im vergangenen Jahr gerade mal 120 Leuchtmittel gewechselt, so waren es in diesem Jahr bereits 350, berichtet Arno Beck. Außerdem werden bis zum Jahresende auch 92 komplette Lampenköpfe gewechselt sein. Die letzten LED-Baustellen für dieses Jahr werde es in Zaatzke und Grabow geben. In Zaatzke werden in der Zaatzker Chaussee 16 sogenannte technische Leuchten gewechselt und in Grabow fünf Lampenaufsätze in der Straße An der Schäferei. Die bisherigen Lampen aus Zaatzke werden dann in Dahlhausen und Horst wiederverwendet, da sie noch gut funktionstüchtig und diese beiden Orte die einzigen seien, in denen noch Straßenlampen aus DDR-Zeiten zu finden sind. In allen anderen Dörfern sind auch die Lampenköpfe, die nun ersetzt werden, bereits Nach-Wende-Fabrikate.

Manfred Engel mit Nadja, dem neuen Lampenmodell. Quelle: Björn Wagener

Manfred Engel von der gleichnamigen Elektro-Firma aus Freyenstein war am Dienstag mit dem Ersetzen von Lampenköpfen in Jabel beschäftigt. Seiner Meinung nach passen die neuen, etwas kleineren Lampenköpfe auch optisch besser ins Straßenbild. Vor allem in Glienicke seien die alten Exemplare besonders zerschlissen und kaputt gewesen. „Der Austausch war wirklich erforderlich“, sagt er.

130 000 Euro habe die Gemeinde in diesem Jahr in die moderne Beleuchtung investiert. Komplett umgerüstet seien bislang Blesendorf, Wernikow, Königsberg und Grabow (bis auf die genannten noch zu wechselnden fünf Lampenköpfe). Auch Blumenthal sei größtenteils umgestellt. In den anderen Dörfern seien bisher einzelne Straßenzüge erneuert worden.

Die neuen Lampenköpfe heißen Nadja und werden vom Hersteller als „dekorative Außenleuchten“ bezeichnet, die aber auch über eine technische Finesse verfügen. So schalte sich Nadja zwischen 23 und 5 Uhr selbstständig auf die halbe Leuchtleistung, berichtet Arno Beck. Das sorge für eine weitere Ersparnis. Dabei seien die LED-Leuchten wegen des geringeren Stromverbrauches ohnehin schon um etwa 70 Prozent sparsamer und damit kostengünstiger als die herkömmliche Beleuchtung.

Für Arno Beck haben die neuen LED-Leuchten auch eine wichtige Außenwirkung. „Wenn mehr Licht auf der Straße ankommt, merken das die Einwohner natürlich sofort und fühlen sich auch ein Stück weit sicherer.“

Die LED-Lampe als Energiesparer

Eine LED-Lampe verbraucht im Vergleich zu den bislang gebräuchlichen Natriumdampflampen nur rund 30 bis 35 Prozent des Stroms – bei gleicher Leuchtleistung.

Energiesparlampen sind robust. Sie halten ersten Erfahrungen nach bis zu drei Mal länger als andere Leuchtmittel: Eine LED kommt auf rund 50 000 Stunden, eine herkömmliche Lampe nur auf 18 000 bis 20 000 Stunden.

Dadurch verringern sich nicht nur die Neuanschaffungs-, sondern auch die Wartungskosten. Wie schnell sich eine Investition amortisiert, hängt vom Lampentyp und von den Leuchtstunden ab. Die Umrüstung rechnet sich aber in jedem Fall.

Statt Watt spielen bei LEDs nun Lumen und Kelvin eine Rolle. Die Lumen-Zahl ist das Maß für Helligkeit: 700 Lumen entsprechen in etwa der Leuchtkraft einer 60-Watt-Glühbirne. Die Kelvin-Angabe gibt Auskunft über die Lichtfarbe: Lampen mit 2700 Kelvin leuchten ähnlich wie die herkömmliche Glühbirne warmweiß und sorgen für ein gemütliches Licht. Lampen mit etwa 6000 Kelvin erzeugen ein sachliches Licht, das eher für den Arbeitsplatz geeignet ist.

Von Björn Wagener

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