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Nähwerkstatt für Frauen aller Nationen

Rheinsberg Nähwerkstatt für Frauen aller Nationen

Ehrenamtlerinnen bauen in Rheinsberg eine Nähwerkstatt für deutsche und geflüchtete Frauen auf. Große Unterstützung bekommen sie dabei von dem Verein Esta. Der Verein will eine langzeitarbeitslose Frau einstellen, die die Werkstatt entwickelt.

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In der künftigen Nähwerkstatt können sich deutsche und geflüchtete Frauen kennenlernen.

Quelle: Juliane Weser

Rheinsberg. Ehrenamtlerinnen wollen in Rheinsberg eine Werkstatt eröffnen, in der deutsche und geflüchtete Frauen gemeinsam nähen können. Ab dem 1. Juni stehen die Türen der Werkstatt in der Toftlundstraße 19 für interessierte Näherinnen offen. Frauen aus Afghanistan, Tschetschenien und Syrien haben sich dafür bereits angemeldet. Frauen aus Rheinsberg und der Region sind dort herzlich willkommen – Aufgabe der Werkstatt ist auch, deutsche und geflüchtete Frauen miteinander ins Gespräch zu bringen.

„Wir wollen gemeinsam nähen und uns austauschen“, sagt Heidrun Lönning, die gemeinsam mit anderen den Aufbau der Werkstatt initiierte. Damit auch Frauen mit Kindern die Werkstatt besuchen können, wird es neben dem eigentlichen Nähzimmer ein Spielzimmer geben. „Eine der Frauen wird dort auf die Kinder aufpassen, während die anderen nähen“, sagt Lönning. „Da kann man sich abwechseln.“

Verein Esta will eine langzeitarbeitslose Frau anstellen

Große Unterstützung bekamen Lönning und ihre Mitstreiterinnen von Esta. Der Verein kümmerte sich um geeignete Räume und deren Finanzierung. Zugleich will Esta eine langzeitarbeitslose Frau einstellen, die die Werkstatt entwickelt. „Wir suchen zum 1. Juni eine engagierte Frau mit Organisationstalent, die Lust hat, Verantwortung für die Werkstatt zu übernehmen“, sagt Ehrenamtskoordinatorin Ines Meyer-Kormes. Mit Unterstützung der Arbeitsagentur soll zunächst eine Stelle bis Ende 2018 finanziert werden.

Die Idee für die Nähwerkstatt war im Strickkreis entstanden, der sich seit eineinhalb Jahren immer mittwochs im Gemeindehaus trifft. Bis zu 20 deutsche und geflüchtete Frauen kommen dort zum gemeinsamen Handarbeiten zusammen. Das Geld aus dem Weihnachtsbasar sei für die Nähwerkstatt verwendet worden, sagt Lönning. Zwei Nähmaschinen sind bereits vorhanden, weitere sollen gekauft werden.

Ein wenig Schulrussisch könnte hilfreich

Gesucht werden auch noch Frauen aus Rheinsberg und der Region, die in der Werkstatt nähen wollen. „Für die tschetschenischen Frauen wäre es schön, wenn jemand sein Schulrussisch aktivieren könnte“, sagt Meyer-Kormes. „Aber das ist natürlich kein Muss.“

Die Nähwerkstatt öffnet ab 1. Juni zunächst immer donnerstags um 15 Uhr, weitere Termine sind in Planung. Langzeitarbeits­lose Frauen, die gern in der Werkstatt arbeiten möchten, melden sich bitte bei Ines Meyer-Kormes unter 0170/9 61 19 09.

Von Frauke Herweg

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