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Narren beenden fünfte Jahreszeit

Wittstock Narren beenden fünfte Jahreszeit

Die Euphorie der Anfangsjahre ist bei Wittstocks Karnevalisten gewichen. Bei der symbolischen Schlüsselrückgabe an Bürgermeister Jörg Gehrmann blickten sie besorgt und optimistisch zurück auf die zurückliegende und voraus auf die bevorstehende 30. Session. Die soll, obwohl kein närrisches Jubiläum, etwas ganz Besonderes werden.

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Den Stadtschlüssel zurückgegeben: Bis zum 11. November führt Bürgermeister Jörg Gehrmann (2. v. l.) wieder die Amtsgeschäfte.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendeten die Narren des Wittstocker Carneval Clubs (WCC) am gestrigen Aschermittwoch die fünfte Jahreszeit in der Dossestadt. Bei der symbolischen Übergabe der Amtsgeschäfte an Bürgermeister Jörg Gehrmann blickten die Narren zurück auf die 29. und voraus auf die anstehende 30. Session des Vereins.

„Denn das Ende der alten ist schon der Beginn der neuen Session“, sagte WCC-Präsident Egbert Schröder. Und die soll auf jeden Fall etwas Besonderes werden. „Eigentlich ist eine runde ja keine närrische Zahl“, erklärte Schröder. Das seien vielmehr Zahlen wie 11, 22 oder 33. Trotzdem sahen er und seine Begleiter Potenzial in dem Jubiläum, alte Mitglieder zu reaktivieren und mehr Euphorie in der Bevölkerung für das närrische Treiben hervorzurufen. „Früher war der ganze Marktplatz voller Zuschauer am 11. November“, erinnerte sich WCC-Mitglied Siegfried Vetter. Im vergangenen Jahr habe der Karnevalsauftakt im Stadtzentrum ausfallen müssen. „Weil viele Vereinsmitglieder außerhalb arbeiten und dafür schwer frei bekommen“, erklärte Clubmitglied Angelika Wagner.

Im Gespräch mit dem Bürgermeister äußerten die Narren ihre Sorgen um die Zukunft des Karnevals in der Stadt

Im Gespräch mit dem Bürgermeister äußerten die Narren ihre Sorgen um die Zukunft des Karnevals in der Stadt.

Quelle: Christian Bark

„Ihr müsst die Menschen mehr ansprechen“, empfahl Jörg Gehrmann. Besonders sollten Unternehmen als Sponsoren und Zuschauer geworben werden. Gleichzeitig betonte er, dass der Club zu den Traditionsvereinen in der Stadt gehöre und obwohl Wittstock ursprünglich keine Karnevalshochburg gewesen sei, doch als ein Vorreiter des närrischen Treibens in der Region gelte. „Ich bestelle schon mal einen Zwölfertisch für die 30. Karnevalsparty“, kündigte der Bürgermeister an. „Wer mit dabeisein will, den lade ich herzlich ein“, sagte er.

Miteinader der Vereine gewünscht

Das und die doch recht guten Besucherzahlen der auslaufenden Session stimmten die Narren des WCC auch ein Stück weit optimistisch. „Wir haben wieder etwas Fahrtwasser bekommen“, stellte Egbert Schröder fest. Gerade die gut bestückten Fünkchen würden ihre Eltern dazu animieren, sich für den Karneval zu interessieren. Dennoch, Geld- und Personalprobleme machten dem Verein nach wie vor zu schaffen. Was die Geldsorgen für die Miete angeht, da sei man im Gespräch mit der Stadt, wie Jörg Gehrmann berichtete. „Wir wollen aber keine Übervorteilung“, betonte Egbert Schröder. Schließlich hätten auch andere ehrenamtlich arbeitenden Vereine in Wittstock Probleme. Mit denen wünschte sich der Präsident aber ein besseres Miteinander.

Das gelte auch für den WCC selbst. „Karneval ist mehr als nur eine blaue Jacke zu tragen“, erklärte Schröder. Damit sei viel Arbeit, Disziplin und Engagement verbunden. Das wolle er im Fall seiner Wiederwahl zum Präsidenten ernst nehmen – besonders bei der Werbung. „Dann werde ich jedem in der Stadtverwaltung persönlich meine Aufwartung machen“, kündigte er an.

Von Christian Bark

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