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Nasses Grab für die Jungstörche

Rossow Nasses Grab für die Jungstörche

Es war seit der Rückkehr der Störche nach Rossow im Jahr 2011 bereits die zweite Brut auf dem Mast vor der Dorfkirche. Lange gelebt haben die beiden Jungstörche aber nicht. Der starke Regen in der vergangenen Woche hat auch ihr Nest nicht verschont und so ertranken die Tiere in ihrer eigenen Kinderstube.

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Im Juni waren die beiden kleinen Störche noch quicklebendig.

Quelle: Privat

Rossow. Die ergiebigen Regenfälle in der vergangenen Woche sind nicht nur der Storchenbrut in Dranse zum Verhängnis geworden (die MAZ berichtete). Auch die beiden Storchenjungen in Rossow haben das feuchte Wetter nicht überstanden. „Sie sind in ihrem Nest ertrunken“, berichtet Rossows Ortsvorsteherin Nicole Rösler. Sie hatte die Jungvögel immer vom Turm der Dorfkirche aus beobachtet – nun sind nur noch die leblosen Körper im Nest zurückgeblieben. „Vielleicht holen sie sich die Greifvögel“, sagt Nicole Rösler.

Leblos liegen die beiden Jungstörche in ihrem Nest

Leblos liegen die beiden Jungstörche in ihrem Nest.

Quelle: Christian Bark

Die beiden Jungvögel hätten die zweite Storchengeneration werden können, die seit 2012 in Rossow geschlüpft ist. Erst 2011 hatten sich wieder Störche im Ort niedergelassen. „Die alten Rossower berichteten, dass zuvor bestimmt 50 Jahre kein Storch mehr Dorf gebrütet hatte“, sagt Nicole Rösler. Der Mast vor der Dorfkirche sei lange Zeit leer gewesen. In den Jahren davor hätten sich die gefiederten Gesellen auf Masten vor Privathäusern niedergelassen.

Eine kleine Chronik im Eingangsbereich der Kirche dokumentiert die jüngste Geschichte der Rossower Störche. Ob es immer dasselbe Pärchen ist, lässt sich laut Nicole Rösler nicht genau sagen, da die Tiere nicht beringt seien. Weil Störche aber eine Nesttreue entwickeln, könnte es sich durchaus um das selbe Pärchen handeln.

Nicole Rösler hat den Werdegang der Rossower Störche am Kircheingang dokumentiert

Nicole Rösler hat den Werdegang der Rossower Störche am Kircheingang dokumentiert.

Quelle: Christian Bark

Dass seit 2012 keine Jungvögel mehr in Rossow zur Welt gekommen sind, hängt Nicole Rösler zufolge auch vom „schlechten Timing“ der beiden Eltern ab. Einmal sei das Weibchen viel später als das Männchen zurückgekehrt. Wichtig sei aber, dass die Tiere zurückkehrten – es habe lange gedauert, bis sie den Platz vor der Kirche überhaupt angenommen hätten. „Und irgendwie gehören die Störche mittlerweile zum Ortsbild dazu“, sagt Nicole Rösler und hofft, dass die nächsten Jungen dann vielleicht doch als zweite Rossower Generation hinaus in die Welt fliegen werden.

Von Christian Bark

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