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Ostprignitz-Ruppin Naturdenkmal in Gefahr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Naturdenkmal in Gefahr
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00:17 23.05.2016
Gerd Frauböse macht sich Sorgen um Wittstocks dickste Eiche. Quelle: Christian Bark
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Siebmannshorst

Sie hat schon viele Generationen kommen und gehen sehen, die mächtige Siebmannshorster Eiche. „Und ich hoffe, das wird auch noch so weitergehen“, sagt Goldbecks Ortsvorsteher Gerd Frauböse, der gleich vis-à-vis des an die 450 Jahre alten Baumes wohnt. Doch Frauböse macht sich große Sorgen, ob die seit 1937 als Naturdenkmal geschützte Eiche überhaupt noch eine Generation überstehen wird.

„Der Baum trocknet von Innen aus“, moniert der Ortsvorsteher. Grund dafür sei ein gewaltiges Loch, das seit drei Jahren in der Eiche klafft. Damals sei ein Ast herausgebrochen und habe den Zaun und einen Teil des Hausdaches seiner Schwester beschädigt. Der Abtransport des mächtigen Astes sei besonders rasch gegangen, die Pflege des Baumes habe jedoch zu wünschen übrig gelassen.

Landschaftsgestalter sieht dringenden Handlungsbedarf

„Das war kein Zufall, dass der Ast runtergekracht ist“, sagt Ronald Nikolowius. Wie der Chef des gleichnamigen Garten- und Landschaftsgestaltungsbetriebes im MAZ-Gespräch berichtet, habe der Baum seit Jahren unter großer Astlast zu leiden, noch dazu biete die durch den Rausbruch entstandene Wunde eine Angriffsfläche für Parasiten, Trockenheit oder Feuchtigkeit. „Da muss dringend was gemacht werden“, empfiehlt er. So sollten die Wundränder begradigt und das Loch mit Lackbalsam versehen werden. „Die Eiche muss die Chance bekommen, sich selbst zu heilen“, erklärt Nikolowius. Gerade bei einem so bedeutenden Naturdenkmal, der Baum ist mit einem Umfang von knapp 6,70 Metern die dickste Eiche Wittstocks, müsse gehandelt werden.

„Die Kennzeichnung als Naturdenkmal verpflichtet nicht zu besonderen Maßnahmen“, heißt es hingegen aus dem Landratsamt in Neuruppin. Die untere Naturschutzbehörde, die für die Pflege der Naturdenkmäler zuständig ist, habe jedoch nach dem Abbruch sofort Gutachter nach Siebmannshorst entsandt, um auf eventuelle Folgeschäden reagieren zu können. Bis auf die Einkürzung des Stämmlings seien jedoch keine weiteren Aktionen erfolgt, auch keine baumchirurgischen. „Die Eiche steht aber unter ständiger Beobachtung“, versichert eine Kreissprecherin. Die letzte Kontrolle sei im März erfolgt eine weitere sei noch in diesem Monat geplant.

Was sich Gerd Frauböse noch wünscht, sind Baumschnittarbeiten an den Nachbarbäumen der Eiche. „Die haben unter Totholz zu leiden“, erklärt er. „Anscheinend droht aber noch keine Gefahr“, sagt Nikolowius. Sonst hätte die Stadt Wittstock schon längst reagiert. Denn deren Bauhofmitarbeiter seien da sehr hinterher. Allerdings müssten sie auch ein riesiges Gebiet bedienen.

Von Christian Bark

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