Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Urlaub in der Natur: Heiß geliebte Idylle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Urlaub in der Natur: Heiß geliebte Idylle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:52 26.09.2018
Der artenreiche naturbelassen Rheinsberger Rhin wird immer beliebter bei Paddlern. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Der Rheinsberger Rhin wird immer beliebter. Von Jahr zu Jahr zählen die Naturschützer mehr Paddler, die sich den idyllischen kleinen Fluss von Rheinsberg bis nach Zippelsförde bei Neuruppin entlang hangeln. „Das ist ganz eindeutig so“, sagt Ralph Vetter von der Unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung in Neuruppin.

Der wachsende Wassertourismus ist gut für die Region, birgt aber auch Gefahren. Gerade für so sensible Gewässer wie den Rheinsberger Rhin. Der steht streng unter Schutz. Paddler dürfen ihn nur unter Auflagen befahren und nur zu bestimmten Zeiten, um die vielen seltenen Tiere und Pflanzen dort nicht zu sehr zu gefährden.

Kürzere Saison, aber mehr Paddler

In diesem Jahr dauerte die Paddelsaison nur zwei Monate. Anfang Juni ging es los, Mitte August war schon wieder Schluss. Wegen der Trockenheit sank der Pegel so sehr, dass Paddler den sensiblen Grund des Flusses zu leicht beschädigen konnten. Der Rhin wurde daher gesperrt.

Doch obwohl die Saison im vergangenen Jahr zwei Monate länger dauerte, kamen in diesem Jahr deutlich mehr Paddler den Rheinsberger Rhin hinunter.

„Der Druck ist dort schon enorm“, sagt Werner Nüse. Als Vize-Landrat und Dezernent in der Kreisverwaltung ist er auch für die Naturschutzbehörde zuständig. Der Sommer ist regelmäßig Hochzeit für das Amt.

Angekündigte Kontrollen im Sommer

In diesem Jahr waren acht Mitarbeiter der Neuruppiner Kreisverwaltung im Juli und August gemeinsam mit Mitarbeitern der Naturwacht unterwegs, um Umweltsünder zu stellen. An sieben Tagen haben sie Paddler, Bootsfahrer, Camper und andere Naturliebhaber überprüft.

Vor allem um den Kalksee bei Binenwalde mit Binenbach und Tornowsee, um den Gudelacksee bei Lindow, den Wumm- und Twernsee, um den Rheinsberger Rhin, im Naturschutzgebiet Königsberger See und Kattenstiegsee und im Naturschutzgebiet Stechlin mit Kleinem und Großem Kruckowses, Nemitz- und Witwesee.

Solche groß angelegten und öffentlich angekündigten Kontrollen gibt es zusätzlich zu den normalen Visiten. Für Ralf Vetter haben sie sich bewährt. Obwohl immer mehr Menschen in der Natur unterwegs sind, nehmen die Verstöße gegen Naturschutzvorschriften ab, sagt er.

Die meisten „Sünder“ sind einsichtig

Die Bilanz der Kontrollen in diesem Jahr fällt sehr positiv aus: Nicht ein einziges Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit musste die Untere Naturschutzbehörde einleiten. Müll, den jemand liegen gelassen hat, fanden die Kontrolleure kaum oder gar nicht. Das sah früher anders aus.

Ab und zu musste die Naturschützer Urlauber belehren, weil sie ich an Vorschriften nicht gehalten hatten. „Die meisten Leute sind aber einsichtig“, sagt Vetter. So kommt es etwa auf der Halbinsel bei Klosterheide immer wieder vor, dass Camper bis ans Wasser fahren, obwohl das verboten ist.

Alkohol ist ein Problem für die Polizei

Doch sie parken gleich um, wenn sie angesprochen werden. Oft fahren Bootsbesitzer verbotenerweise ins Röhricht oder hören laut Musik im Naturschutzgebiet. Aber auch sie sind meist einsichtig.

Alkohol sei dagegen ein großes Problem, sagt Werner Nüse. Gerade die motorisierten Flöße würden oft von Männergruppen gemietet, die sich einfach nur einen feuchtfröhlichen Tag machen wollen. Nüse hat das selbst erlebt, er war einen Tag lang mit Kontrolleuren unterwegs – „als Praktikant der Naturwacht“. Doch Alkohol auf dem Wasser ist kein Thema für die Naturschützer, dafür ist die Polizei zuständig.

Von Reyk Grunow

Die Freibadsaison in Prignitz-Ruppin ist rum, die Open-Air-Bäder haben zugemacht. MAZ hat von Neuruppin bis Perleberg nachgefragt, wie es gelaufen ist. Immerhin war dieser Sommer anders als andere.

26.09.2018

Der Landkreis Coesfeld (Nordrhein-Westfalen) will die langjährigen Beziehungen zu den Ostprignitz-Ruppinern vertiefen. Ein neuer Partnerschaftsvertrag könnte im Dezember unterschrieben werden.

26.09.2018

Die privaten Investoren für den Ausbau der A 24 haben jetzt auch eine eigene Autobahnmeisterei. Die Arbeiten an der Fahrbahn gehen inzwischen voran – wenn auch nicht überall so schnell, wie gehofft.

26.09.2018