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Ostprignitz-Ruppin Naturschutzguru zu Gast im Bärenbusch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Naturschutzguru zu Gast im Bärenbusch
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00:18 19.03.2016
Michael Succow im Ulmenwald bei Plänitz. Quelle: privat
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Plänitz

Zum fünften Mal in Folge starten Naturfreunde am Sonnabend die Aktion „Sauberer Wald“ im Naturschutzgebiet Bärenbusch in Plänitz. Positiv bewertet diese Sammelaktionen Professor Michael Succow, der jüngst Gast von Manfred Graf von Schwerin im ehemaligen Plänitzer Gutshaus war. An der kleinen Naturschutzberatung, wie Schutzgebietsbetreuer Lothar Schnick das Treffen nannte, nahm auch Anselm Ewert von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Ostprignitz-Ruppin teil. Laut Schnick wurde dabei über die Aufgaben der Naturschützer gesprochen sowie über notwendige Maßnahmen zum Erhalt des Naturschutzgebietes Bärensprung.

Besuch im viel zu trockenen Ulmenwald

Ein Besuch im Ulmenwald habe gezeigt, dass die intensive Landwirtschaft in der Umgebung neue Denkweisen und Strukturierungen erfordert, so Schnick. Der Ulmenwald sei in den vergangenen 20 Jahren ausgetrocknet. „Die Ulme steht eigentlich im Wasser und ist ohne Gummistiefel nur schwer erreichbar“, sagt Schnick. Im Bärenbusch konnten die Besucher in Turnschuhen hinwandern. Succow, Schnick, Ewert und von Schwerin haben sich darüber verständigt, mit welchen Aktionen zusammen mit den Landeigentümern das Gebiet wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt werden könnte.

Succow dankte den Naturschützern für ihren Einsatz. Er freut sich darüber, dass sich immer wieder Menschen finden, die sich uneigennützig für das Wohl der arg bedrängten Natur einsetzten, „die auch in Zukunft unsere Lebensgrundlage sein wird“, so Succow. Die Tatkraft vor Ort habe ihn besonders fasziniert.

Succow ist auch als Wanderprediger für den Naturschutz bekannt

Succow ist Biologe und Agrarwissenschaftler. Er hat sich besonders als Moor-Ökologe international profiliert. Seine ökologisch-hydrologische Moortypisierung gilt als Standardwerk der Moorkunde. Er setzt für die Einrichtung vieler Naturschutz-Großreservate in Ostdeutschland, Osteuropa und Asien ein und wird deshalb auch „Wanderprediger für den Naturschutz“ bezeichnet

Am kommenden Sonnabend, 19. März, werden Asbestplatten und anderer Müll ausschließlich von Eigentumsflächen der Nabu-Stiftung gesammelt und entsorgt. „Die Firma Alisch Recycling stellt uns dafür Container zur Verfügung und holt sie noch am gleichen Tag wieder ab, damit nicht noch anderer Müll dazu kommt“, erklärt Lothar Schnick. Wusterhausen.

Treffpunkt für die Helfer ist am Heinrichsfelder Weg

Treffpunkt für den Waldputz ist am Heinrichsfelder Weg am Waldrand um 10 Uhr. Schnick denkt, dass die Aktion etwa bis 14 Uhr gehen wird und erinnert die Teilnehmer daran, sich etwas Wegzehrung aus dem Rucksack mitzunehmen. In seinen Einladungen für den Waldputz hat es Fotos mitgeschickt, damit die Helfer eine Vorstellung davon haben, was es zu tun gibt. So befindet sich unter anderem an alten Hochständen Asbest, das entsorgt werden muss. „Die Bilder zeigen aber nur einige Schwerpunkte, alles befindet sich am Erdboden“, so Schnick. Er hofft auf viele Mitstreiter.

Von Sandra Bels

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