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Ostprignitz-Ruppin Naturwacht kontrolliert am Rheinsberger Rhin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Naturwacht kontrolliert am Rheinsberger Rhin
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00:17 26.06.2016
Idylle pur, aber nichts für Anfänger: Der Rheinsberger Rhin wird bei den Wassertouristen immer beliebter. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Lärm auf dem Rheinsberger Rhin? „Klar, wenn dort mal eine Schulklasse unterwegs ist, dann wird es schon mal lauter“, sagt Anke Rudnik, Gebietsleiterin der Naturwacht im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. „Da juchzen die Kinder oder sie schreien auch mal auf, weil sie Angst bekommen.“ Müll und Vandalismusschäden im und entlang dieses Gewässers? Punktuell gebe es da zwar Probleme, entgegnet Anke Rudnik auf die Kritik, die Ortsvorsteher Sven Alisch in der Stadtverordnetenversammlung äußerte. Es sei aber keineswegs ein Massenphänomen. Nichts, was das unter Schutz gestellte Gebiet oder die dort lebenden Menschen belasten würde, stellt die Naturwachtleiterin klar.

Und wenn doch etwas vorfällt, dürfen ihre Mitarbeiter entgegen den Behauptungen in der Versammlung durchaus Papiere kontrollieren und Anzeigen bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises stellen, die ab diesem Jahr auch selbst vor Ort Kontrollen durchführen will. Vorstöße werden dann mit einem Bußgeld belegt. Und dieser falle in dem Naturschutzgebiet durchaus auch mal saftig aus. Dass die Rheinsberger die angeblichen Umtriebe auf dem Rhin zum Thema machen, kann Anke Rudnik und ihre zwei Kollegen, die vor Ort kontrollieren, deshalb nicht verstehen.

Sie sieht auch nicht, dass die Probleme angesichts der gestiegenen Wasserwandererzahlen ebenfalls in die Höhe geschellt sind. Vielmehr schiebt sie den Schwarzen Peter in diesem Punkt den Rheinsbergern selbst zu. So wurde nach dem starken Sturm im vergangenen Jahr sehr viel an den abgebrochenen Baumästen viel angespült – allerdings vor allem im Stadtbereich. „An der Stelle haben die Touristen meistens noch gar keinen Müll – der kann nur aus der Stadt selbst kommen. Die Leute sollen sich überlegen, was sie selbst in den Rhin schmießen.“

Die Frage nach einer angesprochenen Limitierung der Gästezahlen auf dem Rheinsberger Rhin werde auch bei jeder Kuratoriumssitzung gestellt – und bleibt heftig umstritten. Klar seien die Paddler teils eine Belastung für das Naturschutzgebiet. Sie seien aber auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Gleich vier Bootsverleiher leben von den Touren dorthin, so Anke Rudnik Um die negativen Auswirkungen zu minimieren – auch im eigenen Interesse, haben sich diese vor einiger Zeit zusammengeschlossen und sorgen gemeinsam für Sauberkeit auf dem Rhin und den Einstiegsstellen. „Das funktioniert prima“, lobt die Naturwachtmitarbeiterin. In Rheinshagen haben die Bootsvermieter sogar eine Toilette aufgestellt. Und sie haben sich selbst auferlegt, ihre Kunden Eins a aufzuklären. „Das machen sie auch.“ Durch diese Aktivitäten, die die Situation deutlich verbessert haben, sei die Gästezahl von 6177 Menschen, die im vergangenem Jahr auf dem Rheinsberger Rhin gepaddelt sind, seien noch gut zu verkraften, findet Anke Rudnik. Hinzu kommt, das Problem mit der Umsetzung eines Limits. „Wenn wir Tickets ausgeben: Wer verteilt sie? Wer kontrolliert, dass das eignehalten wird?“, fragt die Naturexpertin. „Es hat noch niemand einen Vorschlag gemacht, der in der Praxis wirklich handhabbar wäre.“

Von Celina Aniol

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