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Ostprignitz-Ruppin Naturwissenschaftler sind Mangelware
Lokales Ostprignitz-Ruppin Naturwissenschaftler sind Mangelware
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00:17 11.07.2016
Thomas Drescher in der Rheinsberger Allendeschule. Quelle: Mischa Karth
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Neuruppin

Die meisten Schüler und Lehrer dürften sich Donnerstag, 21. Juli, dick im Kalender markiert haben. Dann fangen in Brandenburg die Sommerferien an. Die Planungen für das Schuljahr 2016/17, das am 5.  September beginnen wird, laufen unterdessen schon jetzt auf Hochtouren. Noch sind nicht alle Lehrerstellen besetzt – auch nicht im Nordwesten der Mark. Vier Lehrkräfte fehlen nach jetzigem Stand im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, in der Prignitz sind es sechs. So sucht beispielsweise die Friedrich-Gedike-Oberschule in Perleberg noch nach einem Biologie-Lehrer, die Carl-Diercke-Schule in Kyritz nach einem Lehrer für Naturwissenschaften und die Pritzwalker Freiherr-von-Rochow-Schule einen Deutschlehrer.

„Die Situation ist ähnlich wie in den Vorjahren“, sagt Dietmar Menzel vom Staatlichen Schulamt Neuruppin – ähnlich brisant, könnte man sagen. Das Problem laut Menzel: Es stehen grundsätzlich nicht mehr genügend qualifizierte Bewerber bereit. Das gelte insbesondere für die Oberschulen und für die naturwissenschaftlichen Fächer. „Ich denke, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, diesen Lehrermangel gibt es bundesweit“, sagt Menzel. Viele ältere Lehrkräfte schieden derzeit Jahr für Jahr aus dem Schuldienst aus, entsprechend hoch sei der Bedarf an Nachwuchs. Die Flüchtlingssituation habe die Entwicklung nach jetzigem Stand indes nicht verschärft.

Neue Lehrer eingestellt

Vom Schulamt Neuruppin wurden seit Jahresbeginn 221 unbefristete und 166 befristete Lehrkräfte – beispielsweise als Vertretung für Kolleginnen im Mutterschutz – eingestellt. Bei insgesamt rund 4500 Lehrkräften in den zum Schulamtsbezirk gehörenden Kreisen Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Oberhavel und Havelland, entspricht dies einer Quote von fast zehn Prozent. In den beiden kleineren Landkreisen Ostprignitz-Ruppin (807 Lehrkräfte) und Prignitz (612) sei die Situation etwas leichter handelbar, so Menzel.

Von der viel diskutierten „Buschprämie“ als Zulage für Lehrer in abgelegeneren Gebieten wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Mit diesem finanziellen Bonus soll Lehrkräften die Arbeit in den von Berlin weiter entfernten Städten und Dörfern schmackhaft gemacht werden. Thomas Drescher, Staatssekretär des Bildungsministeriums, hatte bei einer Kreisreise durch Ostprignitz-Ruppin Anfang Juni betont, dass es „am Geld nicht scheitern soll.“ Drescher war damals unter anderem in der Salvador-Allende-Schule in Rheinsberg und der Allgemeinen Förderschule in Wittstock gewesen.

Wettkampf um junge Lehrkräfte

Zugleich hatte der Staatssekretär gesagt, dass um junge Lehrkräfte bundesweit ein regelrechter Wettkampf entbrannt sei. Dem wolle man sich stellen, beispielsweise durch eine Smartphone-App, die den Bewerbungsprozess vereinfachen soll. Zugleich wolle man bei der Suche nach Lehrern die Fühler auch in Richtung Polen ausstrecken. Dem Neuruppiner Schulamt hatte er bei seinen Bemühungen im Werben um neue Lehrer ein Lob ausgesprochen.

Gut möglich, dass am 5. September alle Lücken geschlossen sind. Dietmar Menzel zeigt sich jedenfalls trotz aller Widrigkeiten optimistisch, dass bis zum Start ins neue Schuljahr alle derzeit noch vakanten Stellen besetzt sein werden.

Von Mischa Karth

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