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Neonazi-Angriff auf linkes Wohnprojekt

Neuruppin Neonazi-Angriff auf linkes Wohnprojekt

Mehrere Männer haben am Samstagabend in Neuruppin Fenster am Haus des Neuruppiner Jugendwohnprojektes Mittendrin eingeschlagen und sind nahe dem Ruppiner Einkaufszentrum auf drei Jugendliche losgegangen. Die Polizei nahm schließlich einen 34-Jährigen fest. Das Jugendhaus spricht von einem gezielten Neonazi-Angriff.

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In Neuruppin griffen mehrere Personen das linksalternative Wohnprojekt Mittendrin an.

Quelle: Grunow

Neuruppin. Nach einem Angriff auf das Haus des linksalternativen Jugendwohnprojektes Mittendrin an der Schinkelstraße in Neuruppin hat die Polizei am Samstagabend einen wegen ähnlicher Delikte hinlänglich bekannten 34-Jährigen vorläufig festgenommen. Das teilte ein Sprecher am Sonntag mit.

Gemeinsam mit vier weiteren Männern hatte der 34-Jährige am Samstagabend gegen 21.40 Uhr offenbar mehrere Fenster des Gebäudes eingeschlagen. Kurz darauf ging die Gruppe an der Shell-Tankstelle an der Heinrich-Rau-Straße wohl auf eine 15-Jährige und eine 16-Jährige sowie nahe dem Ruppiner Einkaufszentrum (Reiz) auf einen 18-Jährigen los. Die Angreifer waren in einem Nissan mit Wittstocker Kennzeichen unterwegs.

Verdächtiger fährt rückwärts gegen den Streifenwagen

Als Polizisten versuchten, das Auto am Reiz zu stoppen, fuhr er rückwärts und gegen den Streifenwagen. Mehrere Männer stiegen aus und flüchteten, darunter der 34-Jährige, der von Beamten festgehalten wurde. Er musste pusten, der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,05 Promille. Einen Führerschein hat der Mann nicht. Polizisten stellten in der Nähe drei weitere Männer im Alter von 34, 27 und 20 Jahren. Ob und inwieweit sie an dem Angriff aufs Mittendrin und die Jugendlichen beteiligt waren, werde noch geprüft, hieß es am Sonntag von der Polizei.

Auf Weisung der Staatsanwaltschaft bleibt lediglich der 34-Jährige in Gewahrsam, der am Steuer des Wittstocker Autos saß. Aufgrund der Personenbeschreibung sei er an allen Taten zumindest beteiligt gewesen, heißt es von der Polizei. Am Montag soll über einen Haftantrag entschieden werden.

Mittendrin vermutet einen geplanten Neonazi-Angriff

Die Mitglieder des Mittendrin-Vereins werten den Angriff als gezielt. Die Männer seien Neonazis gewesen, teilte der Verein am Sonntag mit. Die Polizei will einen rechtsextremen Hintergrund nicht bestätigen. Einschüchtern lassen wollen sich Mittendrinler nicht. Eher bestärkten Angriffe dieser Art sie in ihrem Engagement gegen Rechtsextreme, heißt es in der Mitteilung.

Die Ermittler bitten mögliche Zeugen der Übergriffe an der Shell-Tankstelle und am Ruppiner Einkaufszentrum, sich mit Hinweisen unter 03391/35 40 bei der Polizei zu melden.

Von MAZonline

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