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„Neptun“ sticht Karfreitag in See

Wusterhausen „Neptun“ sticht Karfreitag in See

Die Reederei 5 Seen aus Wusterhausen schickt ab dem Osterwochenende das Motorschiff „Neptun“ auf den Untersee. Es fährt auch durch den Waldkanal nach Stolpe und zum Obersee. Das konnte „Neptuns“ große Schwester „Hertha“ wegen ihrer Größe nicht.

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Die „Neptun“ (l.) startet am Karfreitag erstmals nach zwei Jahren. Wann „Hertha“ nach Berlin geholt wird, ist noch unklar..

Quelle: Matthias Anke

Wusterhausen. Karfreitag sticht die „Neptun“ das erste Mal von Wusterhausen aus in See. Nach dem Verkauf des Wusterhausener Traditionsschiffes Hertha wird der Schiffsbetrieb auf der Kyritzer Seenkette nun mit ihrer kleineren Schwester fortgesetzt. Verantwortlich ist die Reederei 5 Seen, eine Unternehmergesellschaft mit Sitz in Wusterhausen, mit Johannes Bär als Geschäftsführer. Er ist gleichzeitig Kapitän der „Neptun“. Unter seiner Regie arbeitet Michael Bischof als Matrose. Das zweite „Neptun“-Team, als Ersatz, bilden Kapitän Paul Semmler und sein Sohn und Matrose Christian Semmler.

„Wir haben schon erste Anmeldungen für das Osterwochenende“, sagt Michael Bischof. Gefahren wird unter anderem durch den Waldkanal nach Stolpe und bis zum Obersee. Das war in der Vergangenheit mit der großen „Hertha“ nicht möglich. Die „Neptun“ ist mit ihren 20 Metern fast drei Meter kürzer als ihre Schwester „Hertha“. Es gibt aber auch Touren nach Bantikow und zur Insel. Mitfahrer sind ab dem 14. April jeden Samstag und Sonntag willkommen. Ab dem 12. Juli bis zum 13. September startet die „Neptun“ auch jeden Mittwoch. Charterfahrten für geschlossene Gesellschaften mit bis zu 140 Personen sind täglich buchbar.

Die Neptun ist schon technisch abgenommen

Die „Neptun“ hat ihre technische Abnahme bereits hinter sich. Fahrbereit war sie auch davor schon. „Jetzt stehen noch letzte Feinheiten an, damit wir ab Freitag startklar sind“, so Bischof. Eine Komplettreinigung gehört dazu.

Das Motorschiff hatte in den vergangenen Wochen einen neuen Dieseltank bekommen. „Er wurde in Meyenburg gebaut“, war von Kapitän Johannes Bär zu erfahren. Der Tank fasst ungefähr 200 Liter Diesel. „Damit kann man eine gute Woche fahren“, so Bär. Elektroarbeiten waren am Schiff ebenfalls noch notwendig. Der Gastronomie-Bereich bekam eine eigene Bordnetzversorgung.

Weil das eine Erweiterung gewesen ist, war eine neue Abnahme des Schiffes unumgänglich. „Wir haben aber die ganze Zeit darauf hin gearbeitet, pünktlich fertig zu werden“, so Bär. Die „Neptun“ lag fast zwei Jahre in der Halle. Zuletzt fuhr sie im Jahr 2015 etwa bis zur Saisonmitte. Dann gab es neue Auflagen unter anderem zur Tankanlage, die das Schiff nicht erfüllte, weshalb es festgemacht blieb.

Kapitän Bär ist schon immer zur See gefahren

Für Johannes Bär ist es in diesem Jahr die sechste Saison in der Fahrgastschifffahrt Wusterhausen. Er kam vor 25 Jahren hierher. Der Liebe wegen, wie er sagt. Groß geworden ist er an der Küste. Sein Akzent lässt daran keinen Zweifel. „Ich bin immer zur See gefahren“, sagt er. Bär legte 1980 das Kapitänspatent für die Nord- und die Ostsee ab. Später arbeitete er als Kapitän und Erster Offizier auf Frachtschiffen.

Für die Wusterhausener Schifffahrt hatte sich Johannes Bär vor acht Jahren damals noch bei Kapitän Peter Dentler beworben, dem die Schiffe „Hertha“ und „Neptun“ einst gehörten. „Dentler fuhr damals aber meistens selbst“, so Bär. Als die Schiffe verkauft wurden, erinnerte sich Dentler aber an Bär und vermittelte ihn weiter an die neue Reederei.

Von Sandra Bels

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