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Ostprignitz-Ruppin „Neptun“ sticht in See
Lokales Ostprignitz-Ruppin „Neptun“ sticht in See
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15:38 14.02.2017
Kapitän Johannes Bär wird künftig „Neptun“ statt „Hertha“ über die Kyritzer Seenkette steuern. Quelle: privat
Wusterhausen

Nach dem Verkauf des Wusterhausener Traditionsschiffes Hertha im vergangenen Jahr, soll der Schiffsbetrieb auf der Kyritzer Seenkette ab 2017 mit der „Neptun“ fortgesetzt werden. „Ich werde sie einer neuen Mannschaft zur Verfügung stellen“, sagt Thomas Flemming, Inhaber der Reederei 5 Seen, der die „Neptun“ gehört. Eine Gebühr soll dafür erhoben werden.

Flemmings langjähriger Kapitän und Freund Johannes Bär wird eine führende Rolle übernehmen und sich weiter um die Geschicke und Entwicklungen am Standort Wusterhausen kümmern. Das bedeutet, das Schiff bleibt Eigentum der Reederei, die es zur Verfügung stellt, die Fahrgastschifffahrt aber nicht selbst betreibt. Wie das künftig erfolgt, dazu wollte sich Flemming zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern oder vorgreifen. Er sagte aber, dass Bär federführend in dem Prozess sein werde.

Mehrere 1000 Euro nötig

„Ich hoffe, dass die neue Mannschaft um unseren erfahrenen Kapitän es schafft, Neptuns Fahrtüchtigkeit rechtzeitig herzustellen“, so Flemming. Dafür sind Umbauarbeiten notwendig. So muss die komplette Tankanlage nach den Richtlinien, die seit 2015 gelten, umgerüstet werden. Auf der Hertha seien diese Arbeiten laut Flemming für mehrere 1000 Euro ausgeführt worden, damit sie in See stechen kann. Die „Neptun“ blieb jedoch unberührt.

Zudem muss die Elektrik des Schiffes verändert werden. Außerdem ist zu prüfen, ob noch eine Landrevision notwendig ist. Dann muss die „Neptun“ auch noch aus dem Wasser geholt werden. „Es ist ein altes Schiff, trotzdem müssen wir uns den neuen Vorschriften beugen und versuchen sie rechtzeitig umzusetzen“, so Flemming. Peter Dentler, der frühere Besitzer der Schiffe, habe ihm schriftlich Unterstützung für das Aufrechterhalten der Fahrgastschifffahrt zugesagt. Flemming hofft jetzt, „dass das Wetter dazu beiträgt, dass sich künftig viele Gäste an einer schönen Rundfahrt auf der Kyritzer Seenkette erfreuen werden.“

Die Hertha ist noch nicht fort

Obwohl die „Hertha“ längst verkauft ist, liegt sie derzeit noch in Wusterhausen. „Wahrscheinlich wird sie Ende März, Anfang April nach Berlin gebracht“, so Flemming. Die Käufer hätten sich ihm gegenüber dazu noch nicht konkret geäußert. Bei der Abholung gibt es dann eine letzte Chance für ein Erinnerungsfoto vom früheren touristischen Aushängeschild der Seenkette und Gründungsschiff des Berliner Fußballclubs Hertha BSC. Bereits im Dezember äußerte Thomas Flemming die Idee, das Schiff bei Stolpe mit einem Kran auf die Landesstraße 14 zu heben. Wie der Abschied letztendlich vonstatten geht, das konnte der Reedereiinhaber am Dienstag aber noch nicht sagen.

Von Sandra Bels

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