Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
„Neptun“ sticht in See

Wusterhausen „Neptun“ sticht in See

Nach dem Verkauf des Traditionsschiffes „Hertha“ nach Berlin stellt die Reederei 5 Seen für die Saison 2017 ihre kleine Schwester „Neptun“ für den Schiffsbetrieb auf der Kyritzer Seenkette zur Verfügung. Bevor sie starten kann, muss unter anderem die Tankanlage umgebaut werden. Doch das ist längst nicht alles.

Voriger Artikel
Mäuse und Ratten im Bauwagen verbrannt
Nächster Artikel
Die Brandspuren sind noch nicht verwischt

Kapitän Johannes Bär wird künftig „Neptun“ statt „Hertha“ über die Kyritzer Seenkette steuern.

Quelle: privat

Wusterhausen. Nach dem Verkauf des Wusterhausener Traditionsschiffes Hertha im vergangenen Jahr, soll der Schiffsbetrieb auf der Kyritzer Seenkette ab 2017 mit der „Neptun“ fortgesetzt werden. „Ich werde sie einer neuen Mannschaft zur Verfügung stellen“, sagt Thomas Flemming, Inhaber der Reederei 5 Seen, der die „Neptun“ gehört. Eine Gebühr soll dafür erhoben werden.

Flemmings langjähriger Kapitän und Freund Johannes Bär wird eine führende Rolle übernehmen und sich weiter um die Geschicke und Entwicklungen am Standort Wusterhausen kümmern. Das bedeutet, das Schiff bleibt Eigentum der Reederei, die es zur Verfügung stellt, die Fahrgastschifffahrt aber nicht selbst betreibt. Wie das künftig erfolgt, dazu wollte sich Flemming zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern oder vorgreifen. Er sagte aber, dass Bär federführend in dem Prozess sein werde.

Mehrere 1000 Euro nötig

„Ich hoffe, dass die neue Mannschaft um unseren erfahrenen Kapitän es schafft, Neptuns Fahrtüchtigkeit rechtzeitig herzustellen“, so Flemming. Dafür sind Umbauarbeiten notwendig. So muss die komplette Tankanlage nach den Richtlinien, die seit 2015 gelten, umgerüstet werden. Auf der Hertha seien diese Arbeiten laut Flemming für mehrere 1000 Euro ausgeführt worden, damit sie in See stechen kann. Die „Neptun“ blieb jedoch unberührt.

Zudem muss die Elektrik des Schiffes verändert werden. Außerdem ist zu prüfen, ob noch eine Landrevision notwendig ist. Dann muss die „Neptun“ auch noch aus dem Wasser geholt werden. „Es ist ein altes Schiff, trotzdem müssen wir uns den neuen Vorschriften beugen und versuchen sie rechtzeitig umzusetzen“, so Flemming. Peter Dentler, der frühere Besitzer der Schiffe, habe ihm schriftlich Unterstützung für das Aufrechterhalten der Fahrgastschifffahrt zugesagt. Flemming hofft jetzt, „dass das Wetter dazu beiträgt, dass sich künftig viele Gäste an einer schönen Rundfahrt auf der Kyritzer Seenkette erfreuen werden.“

Die Hertha ist noch nicht fort

Obwohl die „Hertha“ längst verkauft ist, liegt sie derzeit noch in Wusterhausen. „Wahrscheinlich wird sie Ende März, Anfang April nach Berlin gebracht“, so Flemming. Die Käufer hätten sich ihm gegenüber dazu noch nicht konkret geäußert. Bei der Abholung gibt es dann eine letzte Chance für ein Erinnerungsfoto vom früheren touristischen Aushängeschild der Seenkette und Gründungsschiff des Berliner Fußballclubs Hertha BSC. Bereits im Dezember äußerte Thomas Flemming die Idee, das Schiff bei Stolpe mit einem Kran auf die Landesstraße 14 zu heben. Wie der Abschied letztendlich vonstatten geht, das konnte der Reedereiinhaber am Dienstag aber noch nicht sagen.

Von Sandra Bels

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
123c76c4-dff8-11e7-a15f-f363db308704
Fontanestadt Neuruppin „damals und heute“

Neuruppin ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppn. Der Ort erhielt 1256 das Stadtrecht und ist bekannt als Geburtsstadt von Schriftsteller Theodor Fontane und Baumeister Karl Friedrich Schinkel.

c001ffb8-fc5e-11e7-90a2-a388f9eff187
Kyritz damals und heute

Über ihre mittelalterlichen Grenzen wuchs die Knatterstadt erst im 19. Jahrhundert hinaus. Aber dann richtig: Die Stadt ist im steten Wandel begriffen. Viele alte Bauten mussten bis in die jüngste Zeit hinein neuen Ideen und Bedürfnissen weichen.

7d84d8be-fb68-11e7-b11f-9a7b802e86ee
Lindow damals und heute

Die MAZ lädt ein zu einer Zeitreise. Wir haben historische Ansichten von Lindow zusammengestellt und vom gleichen Ort aus wie damals heute noch einmal eine Aufnahme gemacht. Die Ergebnisse zeigt diese Bildergalerie. Die historischen Karten stammen aus dem Privatarchiv des Lindowers Udo Rönnefahrt.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg