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Neu durchstarten nach der Insolvenz

Gewerbegebiet Temnitzpark Neu durchstarten nach der Insolvenz

Endlich kann die Entwicklungsgesellschaft Temnitzpark (EGT) neu durchstarten: Das Insolvenzverfahren ist abgeschlossen, nach fast 20 Jahren. Die EGT hat noch 56 Hektar Fläche anzubieten, direkt vor den Toren Neuruppins.

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Der Temnitzpark befindet sich direkt an der Autobahnabfahrt Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler

Werder. Auf diese Nachricht haben viele sehr lange warten müssen: Das Amtsgericht Neuruppin hat am Dienstag mitgeteilt, dass das Insolvenzverfahren der Entwicklungsgesellschaft Temnitzpark (EGT) zum 2. Januar beendet werden konnte. „Das war ein langer Weg“, sagte Susanne Dorn. Sie ist nicht allein Direktorin des Amtes Temnitz, sondern zugleich Geschäftsführerin der EGT.

Dorn: Wir werden jetzt in die Offensive gehen

„Wir werden jetzt in die Offensive gehen“, so Dorn. Immerhin verfügt das Gewerbegebiet in Werder, das vor den Toren Neuruppins und direkt an der Autobahn A 24 zwischen Berlin und Hamburg liegt, noch über eine Fläche von 56 Hektar, die vermarktet werden können. Zwar laufen bereits erste Gespräche mit Interessenten. Doch die Entwicklungsgesellschaft will sich nicht darauf verlassen, dass dabei auch die freien Flächen sogleich an Firmen verkauft werden. Deshalb will sich die EGT Ende April bei der Hannover-Messe präsentieren, die als die weltweit bedeutendste Industriemesse gilt, und dort die Flächen anbieten. Einige Vorbereitungen für den Neustart bei der Vermarktung hat die Gesellschaft bereits im vergangenen Jahr getroffen. So wurde der Internetauftritt (temnitzpark.de) auf Vordermann gebracht und bei der Expo Real im Oktober in München schon mal die Werbetrommel für die freien Flächen gerührt. In den nächsten Tagen und Wochen soll nun die Beschilderung im Gewerbegebiet auf Stand gebracht werden. „Wir wollen versuchen, dass sich ein neuer Investor bei uns ansiedelt“, so Dorn.

Mit mehr als 20 Millionen Euro verschuldet

Das war in den vergangenen Jahren kaum möglich. War doch bereits 1998 das Insolvenzverfahren für die EGT eröffnet worden. Sie war mit mehr als 20 Millionen Euro überschuldet, der größte Gläubiger war die Landesinvestitionsbank (ILB). Die Vergleichsverhandlungen mit den fünf Gesellschaftern der EGT, die Gemeinden Dabergotz, Märkisch Linden, Storbeck-Frankendorf, Temnitztal und Walsleben, zogen sich über Jahre hin. Erst im Sommer 2015 gelang es, einen Vergleich zu schließen. Weil Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichteten, wurde dieser sogar günstiger für die fünf Gesellschafter als gedacht: Die Gemeinden mussten lediglich für 109 000 Euro aufkommen und nicht für 250 000 Euro.

Gewerbepark mit Gleisanschluss

Allerdings dauerte es noch, bis das formale Verfahren durch das Amtsgericht nun auch beendet werden konnte. Die EGT will nun mit frischem Elan an die Vermarktung der restlichen Flächen gehen. Zwar muss dafür die Gesellschafterversammlung noch den Weg frei machen. Aber das ist wohl nur eine Formalie und soll Anfang März passieren. „Dafür haben wir schließlich seit Jahren gekämpft“, sagte Geschäftsführerin Dorn.

Im Gewerbepark, der auch über einen Gleisanschluss verfügt, fühlen sich seit Jahren viele Firmen heimisch. Dazu gehören die Holzwerke Bullinger und die Treskower Zimmerer und Dachdecker ebenso, wie die Firmen Huch Behälterbau, Atotech, Rotasin Kunststoffechnik und TIK, Technische Industriekunststoffe. Vor gut drei Jahren hatte zudem das Abfallwirtschaftsunternehmen (Awu) seine Firmenzentrale von Neuruppin nach Werder verlagert und dort einen Neubau hingesetzt.

Von Andreas Vogel

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