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Neuanfang im Frisörsalon

Wustrau Neuanfang im Frisörsalon

Der Fehrbelliner Frisörsalon „Glückssträhne“ hat künftig auch einen Ableger in Wustrau. Ein Kunde hatte Inhaberin Monja Porsch gefragt, ob sie nicht auch dort einen Salon eröffnen wolle. Erst hatte Porsch gezögert. Dann entschied sie sich doch dafür.

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Wustrau hat jetzt auch eine „Glückssträhne“: Monja Porsch (l.) und Yvonne Schümann.

Quelle: Herweg

Wustrau. Die Hochsteckfrisur zur Hochzeit, eine frische Dauerwelle zum runden Geburtstag – ein Friseur begleitet seinen Stammkunden auch vor besonderen Tagen. Für Yvonne Schümann ist das eine Seite ihres Berufes, die sie besonders mag. „Ich nehme gerne am Leben anderer teil“, sagt sie. „Friseur ist mehr als nur Haare schneiden.“

Am Montag eröffnet die Fehrbelliner Friseurin Monja Porsch einen neuen Salon in Wustrau. Und Schümann wird ihn leiten. „Ja, klar!“, hatte sie geantwortet, als ihre Chefin sie gefragt hatte, ob sie möglicherweise nach Wustrau gehen würde. „Das war einfach so eine Bauchentscheidung“, sagt Schümann.

Zögern vor dem geschäftlichen Risiko

Monja Porsch selbst hatte gezögert, ein zweites Geschäft in Wustrau zu eröffnen. Seit dem Sommer stand der frühere Friseursalon dort leer. Mehrmals hatte ein Wustrauer Stammkunde Porsch gefragt, ob sie nicht auch dort Haare schneiden wolle. Porsch wollte erst nicht. Zu groß schien ihr das Risiko eines zweiten Ladens. Personell eigentlich gar nicht zu stemmen. Dann entschied sie sich doch dafür. „Das Unter­bewusstsein hat die ganze Zeit gearbeitet“, sagt sie und lacht.

Für ein zweites Geschäft sprach schließlich, dass „Wustrau so ein schöner Ort“ ist. Der Bäcker, ein paar Einkaufsmöglichkeiten – alles ist gleich um die Ecke. Ein Friseur passe da gut dazu, findet Porsch. „Ein Friseur ist doch wichtig für ein Dorf.“

Bald fängt eine sechste Kollegin an

Vor acht Jahren hatte Porsch ihre „Glückssträhne“ in Fehrbellin eröffnet. Seitdem hat sie immer wieder neue Kolleginnen eingestellt. Die inzwischen sechste „Glückssträhnen“-Friseurin wird im Dezember in Wustrau anfangen und Schümann unterstützen. Schümann selbst ist fast von Anfang an dabei. „Ohne Yvonne hätte ich Wustrau nicht angefangen“, sagt Porsch. Einen Riesenkompliment an ihre Kollegin.

Schon im Oktober hatte Porsch den Salon renovieren lassen. Waschbecken, Tresen und Sessel sind aufgestellt. Bis zur offiziellen Eröffnung am Montag müssen die beiden Frauen noch einige Kisten auspacken, die Leuchtreklame installieren und die neue, große Kaffeemaschine in Gang bringen. „Bei uns soll man sich entspannen können“, sagt Schümann. Dazu, so die 38-jährige Dechtowerin, kann eine Kopfmassage vor dem Haarschnitt gehören. Oder einfach nur eine gute Tasse Kaffee.

Von Frauke Herweg

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