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Ostprignitz-Ruppin Neue Äbtissin im Kloster Heiligengrabe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue Äbtissin im Kloster Heiligengrabe
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00:26 13.01.2016
Erika Schweizer wurde am Sonntag von Kirchenpräsident Christian Schad in das Amt der Äbtissin eingeführt. Quelle: Christamaria Ruch
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Heiligengrabe

Das Kloster Stift zum Heiligengrabe hat seit Sonntag eine neue Äbtissin. Erika Schweizer übernahm beim Gottesdienst in der Stiftskirche den Äbtissinnenstab aus den Händen ihrer Vorgängerin Friederike Rupp­recht. Die 75-jährige Rupp­recht war 14 Jahre im Amt. Schweizer erhielt zudem das Äbtissinnenkreuz sowie die Stifts­brosche. Die Entpflichtung von Rupprecht sowie Schweizers Einführung lag in den Händen von Kirchenpräsident Christian Schad. Er ist Vorsitzender der Vollkonferenz der Unierten Evangelischen Kirchen (UEK).

Unter den mehr als 250 Gästen weilten auch Bischof Markus Dröge von der Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz (EKBO), Alt-Ministerpräsident Manfred Stolpe sowie Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst (beide SPD). „Wir sind dankbar, dass Gott Sie diesen Weg geführt hat“, sagte Christian Schad bei der Entpflichtung von Friederike Rupprecht. Er erinnerte, dass sie „die geistliche Mitte vom Kloster Stift“ in das Zentrum ihrer Arbeit gestellt hatte. Umfangreiche Baumaßnahmen sowie den Ausbau des mehr als 725 Jahre alten Klosters als Kultur- und Museumsstandort gehörten ebenso zu ihren Verdiensten. Unter dem Titel „14 Jahre Amtszeit“ stellte sie erst kürzlich auf knapp 30 Seiten dem Kuratorium vom Kloster Stift diesen Rückblick vor.

Friederike Rupprecht (r.) übergab am Sonntag in der Stiftskirche von Heiligengrabe den Äbtissinnenstab an Erika Schweizer (l.). Quelle: Christamaria Ruch

Die neue Äbtissin Erika Schweizer hielt die Predigt über den Römerbrief im 12. Kapitel. „Dank der Kraft der Glaubensgewissheit sind wir tiefer in der Welt verwurzelt“, sagte sie. Und: „Alles Wirkliche im Leben ist Begegnung, darum nutzen wir die eigene Erfahrung, um Gutes auszurichten.“ Die 58-Jährige ist promovierte Theologin und wirkte mehr als 25 Jahre im Kirchenkreis Münster (Landeskirche Westfalen). Sie bringt Erfahrungen in der Gemeindearbeit und Krankenhausseelsorge mit. Schweizer blickt zuversichtlich auf die großen Aufgaben, die vor ihr liegen. Dabei möchte sie „in die Arbeit hineinwachsen und einen nüchternen und pragmatischen Blick“ für die einzelnen Gebiete entwickeln.

Nach 14 Jahren im Amt zog Friederike Rupprecht zum letzten Mal als Äbtissin in die Stiftskirche ein. Quelle: Christamaria Ruch

„14 Jahre lang hat Friederike Rupprecht hier Pionierarbeit geleistet und dafür empfinde ich großen Respekt“, sagte sie am Rande des Festgottesdienstes. Dabei setzt sie auch auf die weitere Wechselwirkung und Gespräche mit ihrer Amtsvorgängerin. In den Gebetszeiten des Klosters sieht sie eine „etablierte Struktur.“ Diese sind für sie zugleich „Momente des Innehaltens.“ Das Kloster Stift stellt für sie „einen Kraftort dar, wo geistliches wie kulturelles Leben stattfindet.“ An dieser Schnittstelle treffen „geistliche, weltliche, kulturelle sowie sozialpolitische Themen aufeinander“, so Schweizer weiter. Darin sieht sie auch die Besonderheit und Einmaligkeit dieses Amtes. Im Gegenzug verfolgt die Äbtissin das Ziel, die Arbeit mit Kirchenkreis, Landeskirche und Kommune fortzusetzen. Die etablierten „Heiligengraber Zeitgespräche“ betrachtet sie als „kulturpolitische Austauschform“ und möchte diese beibehalten. Das einstimmige Wahlergebnis im Juni des Vorjahres gebe der neuen Äbtissin für den Beginn ihrer Tätigkeit viel Rückendeckung, sagte Oberkirchenrätin Susanne Teichmanis, die Vorsitzende des Kuratoriums vom Kloster Stift. Und sie fügte hinzu: „Bei diesem Schritt zur Äbtissin folgen Sie Ihrer inneren und äußeren Berufung.“

Mehr als 250 Gäste kamen zum Gottesdienst nach Heiligengrabe – darunter auch Manfred Stolpe, Sabine Kunst und Bischof Markus Dröge. Quelle: Christamaria Ruch

Von Christamaria Ruch

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