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Neue Ausstellung in der Kulturscheune

Ganz Neue Ausstellung in der Kulturscheune

Vor 16 Jahren kam Teresa Beuth zum ersten Mal ins Dörfchen Ganz. Seitdem lässt sie sich vom Ort, von seiner Umgebung und seinen Menschen inspirieren. Die Künstlerin verbindet Ton, Porzellan und Metall und zeigt die Ergebnisse ihrer Arbeit erstmals in einer Ausstellung in der Kulturscheune Ganz.

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In der Kulturscheune von Verena und Hartmut Rein fand Keramikerin Teresa Beuth (Mitte) einen stimmungsvollen Ausstellungsort.

Quelle: Sandy Kersting

Ganz. Von viel Begeisterung begleitet war am vergangenen Sonnabend die Eröffnung einer Ausstellung in der Kulturscheune „ganz.kultur“. „Die größten Talente liegen oft im Verborgenen“, heißt es und so verhielt es sich sowohl mit der Künstlerin als auch mit dem Veranstaltungsort. Aber wer sucht, der findet.

Wer sich für Kunst und Kultur interessiert, für den lohnte sich der Weg in das doch etwas abgelegene Dorf. Im Herzen des Ortes befindet sich das Kulturprojekt, das von Verena und Hartmut Rein mit Liebe organisiert und verwaltet wird.

Kunstgegenstände aus Ton, Porzellan und Metall

Diesmal durften die Besucher die Ausstellung der Künstlerin Teresa Beuth bestaunen. Die idyllische Scheune bot genau den passenden Charme, damit Teresa Beuth zum ersten Mal ihre Kunstobjekte zur Schau stellen konnte. In einer ästhetischen Gestaltung präsentierte sie ihre Kunstgegenstände aus Ton, Porzellan und Metall. Die Keramikerin, die seit 2001 eine Werkstatt in Ganz betreibt und mit besonderen Glasuren und Brennverfahren arbeitet, nahm sich für jeden Gast die Zeit für persönliche Worte.

Im Gespräch berichtete die Künstlerin, wie sie sich vor 16 Jahren in das Grundstück Ganz verliebt hat und wie ihre heutige Werkstatt damals unmittelbar bildlich vor ihrem Auge entstand.

Die Landschaft und die Menschen, die sie liebevoll aufnahmen, inspirieren Theresa Beuth bis heute. So suchte sie nach Material, wobei ihr auf einem Schrottplatz etwas Draht in die Hände fiel. Eine Idee blitzte auf: Das Fundstück ließ sie an die Flügel eines Engels denken. Schnell wurde aus der Idee ein konkretes Projekt.

„Lebe“ ist das Ensemble aus Porzellan überschrieben, das Mann und Frau im Einklang darstellt

„Lebe“ ist das Ensemble aus Porzellan überschrieben, das Mann und Frau im Einklang darstellt.

Quelle: Sandy Kersting

Ungefähr zwei Wochen verbrachte die Künstlerin damit, den Engel ins Leben zu rufen. „Es ist mein Lieblingsstück geworden“, sagt sie. Das durfte in der Ausstellung natürlich nicht fehlen. „Diese Objekte“, teilt sie mit, „die man hier bewundern kann, sind situationsbedingt und das kann man auch nicht noch mal machen.“

Teresa Beuths zwei Söhne, die ihr tatkräftig zur Seite standen und sie unter anderem bei der Realisierung der Ausstellung unterstützen, gehören zu ihren größten Fans. „Wenn bei mir eine Party angesagt ist, bringe ich erst mal die Gegenstände meiner Mutter in Sicherheit“, sagt der eine. Wenn da etwas kaputt ginge, fände er das gar nicht lustig. Er ist sehr stolz darauf, dass er eine ganze Sammlung besitzt, die sich durch die gesamte Wohnung erstreckt.

Durch das harmonische Zusammenspiel der Veranstalter und der Künstlerin fühlte sich mancher Besucher am Sonnabend bei der Vernissage in familiärer Atmosphäre zu Hause und verweilte ohne Eile. Wer wollte, konnte Gebrauchskeramik erwerben und verließ am Ende diese Ausstellung nicht nur mit einzigartigen Eindrücken, sondern auch mit einem wirklich individuellen Souvenir. 

Unter www.ganzkultur.de finden sich Informationen zur Kulturscheune und zu kommenden Veranstaltungen.

Von Sandy Kersting

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