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Neue Ausstellung wird im Kloster vorbereitet

Museum in Heiligengrabe Neue Ausstellung wird im Kloster vorbereitet

Vor einem Jahr ging der Initiativpreis der Ostdeutschen Sparkassenstiftung an das Kloster Stift zum Heiligengrabe. Das Preisgeld in Höhe von 25 000 Euro fließt in eine neue Ausstellung. Spektakuläre Fundstücke vom ehemaligen Heimatmuseum im Kloster wurden schon gesichtet. Doch die Suche geht noch weiter.

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Sarah Romeyke entdeckte auch Fotos von Bronzefunden des ehemaligen Heimatmuseums.

Quelle: Christamaria Ruch

Heiligengrabe. Es ist die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Mehr als 7000 Fundstücke befanden sich einst in den alten Inventarlisten vom Heimatmuseum im Kloster Stift zum Heiligengrabe. 1947 wurde das Museum aufgelöst. Die Sammlung wurde teilweise von den umliegenden Museen in Kyritz, Pritzwalk und Wittstock übernommen und im Laufe der Jahrzehnte auch an andere Orte verlagert. Gut 1250 Objekte konnten in den letzten Monaten im Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum in Wünsdorf (Teltow-Fläming) identifiziert und Heiligengrabe zugeordnet werden. Die Suche geht noch weiter.

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung vergab im Februar 2015 an Heiligengrabe den 4. „Initiativpreis zur Förderung innovativer Konzepte im Brandenburger Museumswesen“. Mit dem Preisgeld in Höhe von 25 000 Euro wird bis 2018 die Geschichte des ehemaligen Heimatmuseums im Kloster Stift zum Heiligengrabe wissenschaftlich erforscht. Erste Ergebnisse fließen in eine Teilausstellung; die aller Voraussicht nach im Mai 2017 eröffnet werden soll. „Die Erforschung der Sammlung des alten Heimatmuseums ist Kern des ausgezeichneten Projekts und wird ein wesentlicher Baustein innerhalb der neu zu konzipierenden Dauerausstellung sein. Diese soll die gesamte Geschichte des Klosters und Damenstifts Heiligengrabe widerspiegeln“, sagt die Kunsthistorikerin Sarah Romeyke. Sie ist seit elf Jahren Kuratorin für die Museumsarbeit in Heiligengrabe.

Spektakulärer Fund zum Seddiner Königsgrab

Ein Teil der derzeitigen wissenschaftlichen Arbeit sollte ursprünglich als Hochschularbeit vergeben werden. Dies verwarf Sarah Romeyke wegen der Komplexität der Aufgabe. Daher schloss sie im November eine Kooperation mit einer freien Archäologin ab, die nun die Bestände in Wünsdorf gezielt nach Objekten aus Heiligengrabe sichtet. „Der bisher spektakulärste Fund betrifft sogar Teile des Seddiner Grabes“, sagt Sarah Romeyke. Details dazu möchte sie derzeit noch nicht veröffentlichen. „Das Heimatmuseum hatte damals einen starken Bezug zum Königsgrab und dies spiegelte sich auch in der Ausstellung und Sammlung wider. Damit verdeutlichte das Museum den außerordentlichen Stellenwert und Rang des Seddiner Grabes innerhalb der Siedlungsgeschichte der Prignitz“, sagt Romeyke. „Die originalen Fundstücke vom Seddiner Grab sollen aber nicht hierher geholt werden.“

Es gab eine starke Ideologisierung

Vielmehr sollen in der neuen Ausstellung ausgewählte Fundplätze der Region dargestellt werden, deren Objekte einst im Heimatmuseum ausgestellt wurden. „Dieser regionale Bezug schafft Identität und somit werden auch Einheimische für die Ausstellung interessiert“, so Romeyke. Darüber hinaus sollen die politisch-ideologischen Leitmotive der Museumsarbeit vor und während der Zeit des Nationalsozialismus herausgearbeitet werden. „Es gab eine starke Ideologisierung, wie zahlreiche Publikationen belegen“, sagt sie. „Möglich sind Hörbeispiele, aber auch Filme, an denen die Bildsprache wie auch der Sprachduktus der damaligen Zeit deutlich werden.“ Diese sollen selbstverständlich kritisch zur Darstellung kommen, räumt sie ein. In der Staatsbibliothek in Berlin und den landesweiten Archiven wurde sie bereits fündig. Partner für die Forschungsarbeiten sind bereits die Museen in Perleberg, Pritzwalk und Wusterhausen. Recherchen in Wittstock stehen laut Romeyke noch aus. Auch das geplante Schülerprojekt befindet sich noch in den Anfängen.

Von Christamaria Ruch

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