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Ostprignitz-Ruppin Neue Broschüre für Ferienjobs und Lehrstellen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue Broschüre für Ferienjobs und Lehrstellen
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00:17 22.09.2016
Wirtschaftsförderer Peter Wagner von der Inkom. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Alle Schüler der 9., 10. und 11. Klassen im Landkreis erhalten in diesen Tagen eine kleine, eher unscheinbare Broschüre. Diese könnte jedoch für so manchen späteren Schulabgänger zukunftsweisend sein. Der Grund: In der Broschüre präsentieren sich 131 Firmen aus der Region, die für 140 unterschiedliche Ausbildungsberufe Lehrlinge suchen.

Viele Jugendliche wollen nach der Schule weg aus der Region

„Viele Schüler und Eltern wissen gar nicht, welche Ausbildungsmöglichkeiten es bei uns in der Region gibt“, sagt Wirtschaftsförderer Peter Wagner von der Inkom. Wagner hat das selbst erlebt, als er in mehreren Schulen zu Gast war. Fast 90 Prozent der Mädchen und Jungen erklärten, dass sie nach der Schule weg wollten aus der Region – und zwar nicht nur, weil sie in größeren Städten ein Studium anstreben. „Vielmehr haben viele auch nicht gewusst, welche Möglichkeiten es direkt vor ihrer Haustür gibt“, sagt Wagner. Die Inkom hat deshalb mit der Arbeitsagentur, der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Kreishandwerkerschaft und der kreislichen Wirtschaftsfördergesellschaft REG die Ausbildungsbroschüre neu aufgelegt, die 2013 erstmals erschienen ist. Damals nutzen 82 Unternehmen diese Möglichkeit, 90 verschiedene Berufe vorzustellen. „Das kam gut an“, sagt Wagner.

Infos zu Praktika und Ferienjobs

Der Wirtschaftsförderer hofft jetzt auf eine ähnlich hohe Nachfrage. Schließlich finden die Schüler in der Broschüre auch die jeweiligen Ansprechpartner der Unternehmen für ein mögliches Praktikum mit Telefonnummer und Mail­adresse. Viele Firmen bieten darüber hinaus eine vorherige Betriebsbesichtigung sowie einen Ferienjob an. „Praktika sind für jeden Jugendlichen wichtig“, so Wagner. Damit könnten Heranwachsende selbst herausfinden, ob so eine Tätigkeit wie beim Ferienjob oder Praktikum auch etwas für den künftigen Beruf nach der Schule sein könnte. Die meisten Firmen würden sich darüber freuen. „Es besteht branchenübergreifend ein Fachkräftemangel“, sagt Wagner. Das sei seit Monaten Dauerthema.

Projekt mit Certaldo nur noch auf Sparflamme

Die Fontanestadt hatte deshalb in Abstimmung mit dem Arbeitsamt und der Inkom bereits vor gut einem Jahr versucht, zusätzlich ein besonderes Projekt mit der italienischen Partnerstadt Certaldo auf die Beine zu stellen. Dabei sollten junge Leute aus Certaldo, die in ihrer Heimat keinen Arbeits- oder Ausbildungsplatz finden, für ein vierwöchiges Praktikum in einen Betrieb im Ruppiner Land kommen – um danach vielleicht sogar ganz in Deutschland zu bleiben. Doch das hat bisher nicht geklappt. „Haupthindernis ist die Sprache“, sagt Neuruppins Vizebürgermeister Arne Krohn. Denn die bisherigen Interessenten aus Certaldo konnten kein Deutsch. Zwar gab es dennoch im vergangenen Jahr eine erfolgreiche Vermittlung für ein Praktikum bei der Bäckerei Janke. Laut Krohn wäre der junge Italiener auch gern wiedergekommen, diesmal sogar mit Familie, aber der Mann musste absagen: Er leidet seit Kurzem unter einer Mehlallergie.

Fachkräfte werden dringend gesucht

Das im Januar 2015 gestartete Projekt zwischen Neuruppin und Certaldo, mit der zugleich die hohe Arbeitslosigkeit in der Toskana gelindert werden sollte, läuft nunmehr nur noch auf Sparflamme. „Wenn jemand aus Certaldo Interesse hat und Deutsch kann, den können wir auch vermitteln“, sagt Vizebürgermeister Arne Krohn. Die Qualifikation des Interessenten ist dabei fast egal. Denn fast alle Branchen im Ruppiner Land suchen dringend Fachkräfte.

Von Andreas Vogel

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