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Ostprignitz-Ruppin Neue Brücke ein Gewinn für die Stadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue Brücke ein Gewinn für die Stadt
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14:43 11.08.2014
Die neue Brücke über die Jäglitz ist eröffnet. Quelle: S. Bels
Kyritz

Die wichtigste Zufahrt zur Kyritzer Innenstadt ist wieder offen. Nach der Eröffnung der Brücke über die Jäglitz erwarten die Kyritzer Händler und Gewerbetreibenden keine Kundenströme in der Innenstadt – aber sie rechnen damit, dass der eine oder andere Einkäufer wiederkommt, der in der Vergangenheit den Weg in die Stadt scheute, weil er einen großen Bogen fahren musste. Nun kommen Kunden bis zum Parkplatz Wässering. Von dort sind es etwa drei Minuten Fußweg in die Stadt.

Waltraud Lucka, die in der Innenstadt eine Modeboutique samt Schneiderei betreibt, parkt selbst dort und findet es nicht schlimm, in die Innenstadt zu laufen. Sie glaubt aber, dass es für manchen Kunden eine Erleichterung ist, wenn künftig der große Umweg in die Stadt wegfällt.

Keine Geschäftsaufgaben durch die Sperrung

Auch Ottilia Kopka parkt auf dem Wässering und sagt, dass der kurze Weg für sie kein Problem ist, auch wenn sie mal etwas zu tragen hat. Die anfänglichen Bedenken der Händler, dass mit der Vollsperrung der Zufahrt auch die Kunden ausbleiben könnten, teilt sie nicht. Sie meint auch, dass sich die Lage zwischenzeitlich gebessert hat. „Wer in die Stadt wollte, der ist auch gekommen“, so Ottilia Kopka. Zu Anfang sei zu merken gewesen, dass weniger Kunden da sind, aber sie hätten sich schnell mit der neuen Situation arrangiert.

Nicole Vogel als Schatzmeisterin der Aktionsgemeinschaft Kyritzer Gewerbe (AKG) bestätigte bei der Brückeneröffnung, dass die Freude darüber bei den Geschäftsleuten groß ist. Die Händler der Innenstadt mussten seit Mai vergangenen Jahres eine schwierige wirtschaftliche Situation meistern. Viele AKG-Mitglieder klagten über Umsatzeinbußen und weniger Laufkundschaft. Zu Geschäftsaufgaben, bei denen die Sperrung eine Rolle gespielt hat, sei es nach Recherchen von Nicole Vogel aber nicht gekommen. Sie lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt während der Bauphase.

Ein Wermutstropfen bleibt

Nach der Fertigstellung der Brücke bleibt den Geschäftsleuten ein Wermutstropfen. Es sind die weiteren Arbeiten an der Graf-von-der-Schulenburg-Straße. Ihretwegen muss die Straße teilweise halbseitig und später für die Pflasterarbeiten voll gesperrt werden. Nicole Vogel schaut dennoch optimistisch in die Zukunft und denkt, dass die überschaubare Zeit schnell vergehen wird. Als positives Zeichen für die Innenstadt bewertet sie die Eröffnung von drei neuen Geschäften. „Ihre Inhaber schätzen Kyritz als attraktiven und wirtschaftlich wertvollen Standort“, so die Schatzmeisterin der Gewerbegemeinschaft.

Die drei neuen Einkaufsmöglichkeiten sieht auch Rolf Eggeling, Inhaber des Herrenladens, als Aufwertung der Innenstadt. „Wir entwickeln uns langsam zur Einkaufsstadt“, sagt er. Die Sperrung der Schulenburg-Straße werde bei den Kunden wohl erst einmal für Irritationen sorgen. Dennoch findet Eggeling es gut, dass die Stadt jetzt wieder besser erreichbar ist. „Das halbe Jahr schaffen wir auch noch“, sagt er und sieht die neue Brücke als Gewinn für die Stadt. Sie sei ein attraktives Einfahrtstor.

"Nicht schlecht aufgestellt"

„In Sachen Einzelhandel sind wir in Kyritz nicht schlecht aufgestellt“, findet auch Marlies Köhler, Inhaberin des Lilalustig-Spielzeugladens. Sie erwartet mit der Brückenöffnung nicht mehr Kunden, wünscht sich aber, dass der Weg in die Innenstadt generell besser ausgeschildert wird.

„Jede beendete Baumaßnahme ist ein Fortschritt für die Stadt“, sagt Claudia Trilck, der das Wäschegeschäft Diedrich gehört. Die Sperrung der wichtigsten Einfahrt über eine so lange Zeit habe auch bei ihr zunächst für Unbehagen gesorgt. „Aber es gibt doch immer Höhen und Tiefen“, sagt sie. Ihre Kunden seien in 14Monaten nicht weggeblieben, sie hätten nur ihre Gewohnheiten geändert. „Manche riefen an, bevor sie losfuhren, und fragten, ob bestimmte Teile da sind“, so Claudia Trilck.

Von Sandra Bels

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