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Ostprignitz-Ruppin Neue Chance für den Temnitzpark
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue Chance für den Temnitzpark
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02:16 21.06.2015
Der Temnitzpark aus der Vogelperspektive. Quelle: Peter Geisler
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Werder

Amtsdirektorin Susanne Dorn hofft, dass das Gesamtvollstreckungsverfahren für die hochverschuldete Entwicklungsgesellschaft Temnitzpark (EGT) noch in diesem Jahr zu einem Abschluss kommt. Erst dann könnte der nur knapp zur Hälfte ausgelastete Gewerbepark weiter vermarktet werden. Allerdings, so Dorn, gäbe es bislang noch keinen Termin für die dafür notwendige Gläubigerversammlung. "Nehmen Sie mich also nicht beim Wort."

Team- und Regionalleiter der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) hatten gestern ihr allmonatliches Führungskräftetreffen bei der im Temnitzpark angesiedelten Firma Huch Behälterbau abgehalten. Sie wollten sich über das Unternehmen, aber auch über die Entwicklungschancen des Gewerbeparks informieren. "Der Temnitzpark hat langfristig ein enormes Potenzial", sagte ZAB-Geschäftsführer Steffen Kammradt. Mit seiner Lage direkt an der Autobahn zwischen Hamburg und Berlin und 57 Hektar noch freien Gewerbeflächen habe der Park große Chancen. Anderswo würden Gewerbeflächen - vor allem große - dringend gesucht.

Nur 43 des gut 100 Hektar großen Parks sind derzeit verkauft. Dorn sprach gestern von etwa 500 Beschäftigten, die in den dort angesiedelten Unternehmen arbeiten. Seit mehr als zehn Jahren allerdings lähmt der fehlende Abschluss des Gesamtvollstreckungsverfahrens die weitere Vermarktung des Parks. Angestrebt wird ein Vergleich mit den Gläubigern, nach dem die EGT wieder handlungsfähig sein soll.

In zwei Schritten, so skizzierte Dorn gestern vor den ZAB-Vertretern, könnte das geschehen. So sollen zunächst die bevorrechtigten Gläubigerforderungen - unter anderem Löhne - bedient werden. Die fünf Gemeinden, die hinter der EGT stehen, sind bereit, dafür 250000 Euro "auf den Tisch zu legen", so Dorn.

In einem zweiten Schritt müsste eine Einigung mit den anderen Gläubigern erzielt werden - Handwerkern, Architekten und der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), die mit 19 Millionen Euro der größte Gläubiger ist. Die ILB, so Dorn, habe bereits große Einigungsbereitschaft signalisiert. Insgesamt ist die EGT mit gut 20 Millionen Euro verschuldet.

Im vergangenen Jahr war das Marktpotenzial des Temnitzparks noch einmal untersucht worden. Vor allem für Lebensmittel verarbeitende Unternehmen, Logistiker oder Unternehmen des Sondermaschinen- oder Werkzeugbaus könnte eine Ansiedlung in Werder interessant sein, so das Ergebnis. Denkbar wären auch Firmen der Recyclingbranche oder der Holzwirtschaft. Die ZAB sagte gestern Hilfe bei einer künftigen Vermarktung zu. Dank neuer Förderrichtlinien sei es inzwischen wieder möglich, Unternehmen der Holzwirtschaft, die sich dort niederlassen wollen, zu unterstützen, so Kammradt.

Die EGT war im August 1991 gegründet worden, um das mehr als 100 Hektar große Gewerbegebiet zwischen Dabergotz und Werder zu erschließend und zu vermarkten. Bereits wenige Jahre später hatte sie eine Millionenpleite hingelegt. Im Januar 1998 war das Gesamtvollstreckungsverfahren eröffnet worden. Der jetzt mit den Gläubigern angestrebte Vergleich soll die Entwicklungsgesellschaft wieder arbeitsfähig machen.

Von Frauke Herweg

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