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Neue Chance für städtische Ruinen

Neuruppin Neue Chance für städtische Ruinen

Zwei der am stärksten heruntergekommenen Häuser in der Neuruppiner Innenstadt gehören der Stadt selbst. Sie hat es bisher nicht geschafft, die maroden Mietshäuser zu sanieren. Jetzt gibt es Gespräche mit der städtische Tochterfirma NWG. Die könnte sich dort Sozialwohnungen vorstellen – vorausgesetzt, die Stadtverordnete stimmen zu.

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Das Haus an der Ecke Friedrich-Engels- und Poststraße gehört der Stadt Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Hoffnung für zwei besonders desolate Mietshäuser in der Neuruppiner Innenstadt: Die heruntergekommenen Gebäude könnten einen neuen Eigentümer bekommen und würden dann wohl endlich auch saniert werden. Die Fontanestadt verhandelt darüber jedenfalls gerade mit ihrer Tochterfirma, der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG).

Bisher gehören die Häuser an der Ecke Friedrich-Engels-Straße/Poststraße und an der Ecke Schulzenstraße/August-Bebel-Straße der Stadt. NWG-Chef Robert Liefke kann sich gut vorstellen, die Gebäude ins Eigentum seiner Firma zu übernehmen. Die beiden Gebäude wären aus seiner Sicht gut geeignet, um dort auf Dauer günstige Wohnungen zu schaffen.

Die SPD in der Stadtverordnetenversammlung hatte das Thema vor der Sommerpause zur Diskussion gestellt. Fraktionschef Nico Ruhle erwartet, dass sich die städtischen Wohnungsgesellschaft stärker für den Bau weiterer Sozialwohnungen stark macht. Ruhle will die NWG vor allem bei den Plänen für ein neues Wohngebiet im Seetorviertel in die Pflicht nehmen.

NWG-Chef ist für mehr günstige Wohnungen in der Innenstadt

NWG-Chef Liefke hält vom Seetorviertel als Standort für Sozialwohnungen dagegen wenig. „Aus meiner Sicht ist das völlig ungeeignet“, sagt er. Im Seetorviertel gibt es kaum Läden, Ärzte oder Apotheken. Für Liefke wäre es sinnvoller, in der Innenstadt mehr günstige Wohnungen anzubieten. Die NWG wäre bereit, die heruntergekommenen städtischen Häuser zu übernehmen und sich im Gegenzug zu verpflichten, sie zu sanieren und auf Dauer nur geringe Mieten zu verlangen (die MAZ berichtete).

Grundsätzlich kann sich das auch die Stadtverwaltung vorstellen, bestätigt Neuruppins Rathaussprecherin Michaela Ott auf Nachfrage. Konkrete Pläne, was aus den Gebäuden in der Friedrich-Engels- und der Schulzenstraße künftig werden soll, hat die Stadtverwaltung bisher nicht, sagt sie: „Wir sind mit der NWG im Gespräch.“

SPD will mehr Informationen, welche Häuser der Stadt gehören

Allerdings nimmt der Druck, endlich etwas an der Bausubstanz zu tun, deutlich zu. Die beiden Gebäude sind nicht nur von außen betrachtet in miserablem Zustand. Trotzdem sind sie zumindest in Teilen noch immer vermietet und bewohnt. Die Häuser sind inzwischen derart marode, dass auch Stadtverwaltung die Notwenigkeit sieht, in absehbarer Zeit zu investieren.

Entscheiden müssen darüber letztlich allerdings die Stadtverordneten. SPD-Fraktionschef Ruhle könnte sich gut vorstellen, dass die NWG diese Gebäude übernimmt, um Sozialwohnungen bereitzuhalten. Grundsätzlich hätte er sich das auch schon früher vorstellen können. Doch die Stadtverordneten können über eine möglichen Eigentümerwechsel nur entscheiden, wenn sie wissen, welche Gebäude überhaupt noch der Stadt gehören, sagt Ruhle: „Das müsste man uns schon mal mitteilen.“

Von Reyk Grunow

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