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Ostprignitz-Ruppin Neue Dächer auf dem Bauspielplatz Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue Dächer auf dem Bauspielplatz Neuruppin
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00:23 23.12.2015
Die Räuber schlugen sich bewaffnet durchs Publikum und mopsten ein paar Mützen. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

Über allem wacht ein geschnitzter Drachenkopf. Er ziert das nagelneue Dach über der Grillhütte des Bauspielplatzes – angelehnt an die Stevenfiguren der Wikingerschiffe „Damals wurden sie in fremden Gewässern verwendet, um Angst und Schrecken zu verbreiten“, erklärt Estaruppin-Mitarbeiter Marcus Kaiser. Das ist auf dem Bauspielplatz eher nicht das Ziel; vielmehr steht der Drachen hier wohl als Glückssymbol. Dass das neue Feuerhütten-Dach, und auch das benachbarte Schleppdach erneuert wurden, ist dem Projekt „Biwaq – Bildung und wirtschaftliche Arbeit im Quartier“ zu verdanken. Stefan Fulz ist der Projektleiter des Projektes „Werkstatt Südstadt“, das sich an Menschen mit Brüchen im Lebenslauf richtet und die Betreffenden wieder in Lohn und Brot bringen soll. „Wir versuchen, die Menschen fit für Handwerksberufe zu machen“, so Fulz. Der hohe Fachkräftebedarf in der Region sei eine Chance für Flüchtlinge und Langzeitarbeitssuchende gleichermaßen. Fulz und sein Team bieten den Menschen eine Art Erprobungsphase auf dem Bauspielplatz – die beiden Dächer sind innerhalb solcher Phase entstanden. „Nach Ablauf der Arbeitserprobung empfehlen wir geeignete Kandidaten an Unternehmen weiter _ mit dem Ziel 1. Arbeitsmarkt“, so Fulz. Sein Vorhaben für 2016 ist die Installierung einer offenen Werkstatt: „Da kann jeder kommen, der etwas reparieren will, aber kein Werkzeug hat.“

Die Werkstatt Südstadt ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Neuruppin, dem Mehrgenerationenhaus Krümelkiste und dem Beruflichen Qualifizierungszentrum BQZ und Estaruppin. Stadtverwaltungs-Mitarbeiterin Sabine Ruffert schneidet das Band an der weihnachtlich geschmückten Feuerhütte durch, in der BQZ-Chef Malte Krohn schon das Feuer für die Kartoffelsuppe entfacht. „Das Projekt soziale Stadt ist ein Mehrwert für das Wohngebiet“, so Ruffert erfreut, dass die beiden Dächer schon fertig sind. Bis Ende 2018 laufe das Projekt – in dem auch Flüchtlinge aus Treskow involviert seien. „Das ist doch ein gut umgesetzter Gedanke zum Thema Integration“, lobt sie. Auf dem Gelände der Krümelkiste würde gerade durch die Kollegen des BQZ – und mithilfe der Projekt-Teilnehmer – die Bänke für den„Aktivplatz“ entstehen. Der Bauspielplatz sei ohnehin ein Vorzeige-Projekt der Stadt: „Gut besucht von Jung und Alt. Und es entsteht immer wieder etwas neues“, ist Sabine Ruffert angetan.

Aber auch der weihnachtliche Gedanke soll bei der Weihnachtsfeier des Bauspielplatzes am Sonnabend nicht zu kurz kommen. Auf den Tischen stehen Plätzchenteller, auch Glühwein steht für die Erwachsenen bereit, während die Kinder auf den diversen „Baustellen“ des beliebten Platzes toben.

Kein Weihnachtsfest ohne Geschichten. „Und keine Geschichte, ohne dass ihr alle mitspielt“, ruft Estaruppin-Mitarbeiterin Marion Duppel. „Ich brauche mal drei Räuber.“ Nun gut, es dürfen auch gern vier sein: Isabell, Ennifee, Emely und Christian schlüpfen in die viel zu großen Gummistiefel, setzen den Filzhut auf und bewaffnen sich mit Knüppeln und Messern. Auch ein Josef ist schnell gefunden, Maria zögert noch ein Weilchen, bis auch sie an der Krippe Platz nimmt. Die Räuber plündern derweil die Köpfe der Gäste, bevor sie zu der gesungen Ballade von den drei Räubern Läuterung an der Krippe erfahren.

Von Regine Buddeke

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