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Ostprignitz-Ruppin Neue Feldsteine für alte Mauer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue Feldsteine für alte Mauer
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00:38 25.06.2015
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Freyenstein‒

 Es geht rund an der Freyensteiner Stadtmauer: Die Trommel des Mischers rotiert beständig und liefert das Material, das dem altehrwürdigen Bauwerk seine Standfestigkeit zurückgeben soll. Einige Bereiche der Mauer wurden bereits mit einer speziellen Kalkmischung neu verfugt. Erledigt haben das Bernd Kabisius, Roland Müller und Gabriela Schulz. Alle drei sind Teil einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung (MAE), die Anfang Mai begonnen hat und über ein Jahr läuft. Träger der Maßnahme ist die Wittstocker Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (WBQG).

Die Aufgabe besteht darin, die Mauer so gut es geht zu reparieren. Zustande kam die MAE auf Anregung von Bürgermeister Jörg Gehrmann, nachdem der schlechte Zustand der Mauer nach einer Ortsbegehung im Herbst vergangenen Jahres aufgefallen und gleichzeitig klar war, dass etwas gegen den weiteren Verfall getan werden müsse. In Zusammenarbeit mit Bernd Stebner, Geschäftsführer der WBQG, sei die Maßnahme schließlich ins Leben gerufen worden.

Derartiges kommt heute nicht mehr zum Einsatz. Stattdessen werden Feldsteine verwendet. "Es handelt sich ausschließlich um Reparaturarbeiten, die weder planerischer Vorarbeiten noch einer archäologischen Begleitung bedürfen", sagt dazu Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler. Es würden lediglich Fehlstellen ergänzt, Mauersteine durch Feldsteine ausgetauscht, verfugt und die Maueroberkante vor eindringender Feuchtigkeit gesichert.

Was auch immer zu tun ist: Als Werkzeuge stehen nur bescheidene Mittel zur Verfügung, "einiges bringen wir auch von zu Hause mit", berichten die drei Arbeiter. Mitunter müssen die Feldsteine zum Ausmauern auch erst bearbeitet und passend gemacht werden. Dann kommt ein Vorschlaghammer zum Einsatz.

Noch befindet sich die Baustelle schräg hinterm Schloss, doch je weiter sie sich den Weg hinabzieht, desto schwieriger werden die Bedingungen. Da die Stromversorgung nur im vorderen Teil möglich sei, müssten Arbeitsmaterialien und Mörtel per Hand und Schubkarre an Ort und Stelle

Ob die einjährige MAE allerdings ausreicht, um die komplette Mauer einer Reparatur zu unterziehen, ist heute noch nicht sicher zu sagen. Für Bernd Stebner ist jedoch klar, dass es bei Bedarf eine Verlängerung der Maßnahme geben wird, wie er auf MAZ-Nachfrage sagte.

Von Björn Wagener

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