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Neue Firma betreibt Neustadts Privatinternat

Projekt „Reiten in der Schule“ Neue Firma betreibt Neustadts Privatinternat

Bei der kommunalen „Mühle Spiegelberg“ und dem benachbarten privaten „Schloss Spiegelberg“, zwei zuletzt konkurrierende Reitschülerinternate in Neustadt, ist jetzt wieder ein Miteinander in Sicht. Denn eine Firma betreibt jetzt das Schloss, deren Akteure viele Ideen und Ziele haben – die sie ausdrücklich gemeinsam mit den Nachbarn, also mit der Stadt, erreichen wollen.

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Das Privatinternat „Schloss Spiegelberg“ (im Vordergrund) und die kommunale Unterkunft „Mühle Spiegelberg“ (im Hintergrund) sind in Neustadt Nachbarn.

Quelle: Matthias Anke

Neustadt. Die gemeinnützige Gesellschaft „Internat Schloss Spiegelberg“ mit Sitz in Neustadt ist eine jetzt im Handelsregister eingetragene Firma. Gesellschafter sind fünf Eltern von dort untergebrachten, weil in Neustadt zur Schule gehenden Kindern. Als Geschäftsführer fungieren Rita Borchert und Bettina Rosenblat aus dem Kreise der Eltern.

Über diesen Stand informierte Martina Hagemeier, ebenso ein Elternteil, am Montag die Mitglieder des Neustädter Amtsausschusses. Zuvor hatten auch der für das Projekt „Reiten in der Schule“ installierte sogenannte Lenkungsausschuss alle Infos rund um diesen Erhalt des Schlosses als privates Reitschülerinternat erreicht. Demnach soll die Firma Fortbestehen, wenn die Eltern mit ihren Kindern einst nicht mehr dabei sein werden. Etwa könnten die Firmenanteile und damit auch das Schloss selbst später in eine Stiftung übergehen, etwa die der Gestüte, oder der „Anna-Konstantin-Förderung“ übereignet werden. Denn Schloss Spiegelberg werde derzeit zwar angemietet vom Eigentümer und bisherigen Internatsbetreiber Wolfgang Zühlke, „mittelfristig“ aber ist der Erwerb die Immobilie geplant. Sie bietet fast 30 Internatsplätze und drei Gästezimmer für Eltern, Praktikanten oder andere Besucher. Die Kinder sind rund um die Uhr betreut, am Wochenende und teils in den Ferien. Der Monatsbeitrag jedoch wurde angehoben auf 650 Euro plus zwölf Euro Essen am Tag. Hinzu kommt eine Kaution von 1000 Euro.

Ein neues Konzept wurde erarbeitet, das viel Werbung und neue Ideen vorsieht auch unter Einbindung der Eltern, und zwar nicht allen nur für beide Internate, sondern auch den Schulstandort Neustadt. „Wir sind hier, weil wir von dem Projekt absolut überzeugt sind“, sagte Martina Wolters, die ebenso als Elternteil sprach. „Wir können gemeinsam mehr schaffen und sollten Ressentiments deshalb lieber hinten anstellen“, sagte sie. Geplant sei beispielsweise, für talentierte Kinder, die sich eine Reitschülerausbildung samt Internatsaufenthalt nicht leisten können, Stipendien auszuschreiben.

„Wir wollen im Lenkungsausschuss wieder als Kooperationspartner anerkannt werden. Und wir wollen wieder die Brandenburgzuschüsse“, forderte Martina Hagemeier. Dass die Neustädter Verwaltung diese Zuschüsse zuletzt nur noch für die in der kommunalen „Mühle“ untergebrachten Kinder abrechnete, nicht aber für das Privatinternat, hatte diesem einen Wettbewerbsnachteil verschafft. Das führte zu Unmut und trug zum Rückzug des bisherigen Betreibers bei (MAZ berichtete). Der Ausschussvorsitzende Karl Tedsen (CDU) sagte jedoch, dass „eine entsprechende Beschlusslage“ in einem nächsten Schritt erst noch erarbeitet werden müsse.

Von Matthias Anke

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