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Neue Hebamme in Fehrbellin

Martina Horvath ist in die Rhinstadt gezogen Neue Hebamme in Fehrbellin

Zehn Jahre lang hat Martina Horvath als Hebamme in Berlin gearbeitet. Dann wollte sie mit ihrer Familie raus aufs Land. Seit Anfang des Jahres hat Fehrbellin wieder ein Hebamme.

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Die Hebamme Martina Horvath mit dem jüngsten ihrer drei Kinder: Sohn Franz, der bald ein Jahr alt wird.

Quelle: Peter Geisler

Fehrbellin. Nach zehn Jahren Berlin hatte Martina Horvath die Nase voll von der Großstadt. Sie wollte mit drei Kindern raus aufs Land. Anfang des Jahres zog die Hebamme mit ihrer Familie nach Fehrbellin – die Rhinstadt hat wieder eine Geburtshelferin.

„Das Interesse ist groß“, sagt Martina Horvath. Viele Frauen würden sich bereits in den ersten drei Monaten ihrer Schwangerschaft auf die Suche nach einer Hebamme machen, weil eine Geburtshelferin mit Lücken im Terminplan gar nicht leicht zu finden ist. „Das ist deutlich schwieriger als in Berlin“, sagt sie. Horvath, die in Berlin zunächst an der Charité und später am Klinikum in Friedrichshain als Beleghebamme gearbeitet hat, bietet in und um Fehrbellin Geburtsvorsorge und Nachsorge an. Eigentliche Geburtshilfe kann sie zurzeit nicht leisten – ihre drei Kinder sind noch zu klein.

Die 34-Jährige will zudem Geburtsvorbereitungskurse anbieten. Der erste soll am 17. August in Fehrbellin starten. In einer Physiotherapiepraxis kann Horvath einen Raum nutzen. Die gebürtige Freiburgerin weiß, dass ihr Beruf einiges an Idealismus abverlangt. „Viele junge Hebammen hören gleich nach zwei Jahren wieder auf“, sagt Horvath. Die Versicherungsprämien, gerade in der Geburtshilfe, sind hoch. Zudem bieten die Versicherungen meist nur Verträge für ein halbes Jahr an. Dann müssen die Hebammen einen neuen Vertrag abschließen mit zumeist höheren Beiträgen. „Die Zukunft ist schwer planbar“, sagt Martina Horvath.

Die Hebamme versucht, die Ängste zu nehmen

Trotzdem betreut sie Schwangere und junge Mütter gern. „Das Elternwerden ist so spannend“, sagt Martina Horvath. Spätestens seit sie selbst drei Kinder hat, weiß sie, dass eine Hebamme in einer ganz besonderen Lebenssituation auf eine junge Mutter trifft. In den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt machen sich viele junge Eltern Sorgen. Darf man ein Bett wirklich neben die Heizung stellen? Wie warm oder wie kalt sollte ein Kinder angezogen sein? Wird die Milch reichen? In Gesprächen versucht Horvath, Ängste zu nehmen.

In Berlin hatte die 34-Jährige viele ältere Mütter betreut, die sich ganz besonders viele Gedanken machten, ob sie ihrem Kind auch wirklich gerecht sein können. „Hier sind die Mütter deutlich jünger.“ Anders als in Berlin sind häufig auch noch die Großmütter vor Ort. Auch sie können jungen Müttern über Zweifel hinweghelfen.

Und wie ist Fehrbellin? „Sehr entspannt“, sagt Martina Horvath. Keine überfüllten Supermärkte, keine lästige Parkplatzsuche, keine weiten Wege. Der Kindergarten von ihrem ältesten Sohn ist nur wenige Straßen weit weg. „Der Alltag mit Kindern ist längst nicht so anstrengend“, sagt Horvath. Die Hebamme genießt die Fahrten auf dem Weg zu ihren Müttern. „Es ist einfach wunderschön, durchs Luch zu fahren.“

Von Frauke Herweg

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