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Neue Hoffnung für den Prignitz-Express

Neuruppin Neue Hoffnung für den Prignitz-Express

Jubel in der Fontanestadt: Der neue rot-rot-grüne Senat in Berlin will sich für eine direkte Anbindung des Prignitz-Expresses in das Zentrum der Hauptstadt einsetzen. Damit würde die Fahrtzeit nach Neuruppin auf unter eine Stunde sinken.

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Bisher fährt der Prignitz-Express nur bis Spandau.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Jubel bei den Verfechtern eines direkten Anschlusses des Prignitz-Expresses ins Berliner Stadtzentrum: Die künftige rot-rot-grüne Regierung in Berlin hat sich in ihrer Koalitionsvereinbarung klar für dieses Projekt ausgesprochen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) habe daraufhin versichert, dass das Land den notwendigen Eigenanteil für das Millionenprojekt bereit stellen werde, sagte SPD-Landtagsabgeordnete Ulrike Liedtke am Dienstagabend beim Kaminbargespräch der Wirtschaftsjunioren in Neuruppin. „Es ist ein Durchbruch gelungen“, jubelte Liedtke.

Neuruppin hofft auf Fachkräftezuwachs

„Wir sind freudig überrascht“, sagte Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) am Mittwoch. Immerhin fordert die Fontanestadt schon seit Jahren eine direkte Anbindung des RE 6 in das Berliner Stadtzentrum. Derzeit fahren die Züge nur bis Spandau, weshalb viele Pendler in Hennigsdorf in die S-Bahn umsteigen. Doch gibt es dort häufig Probleme mit den Anschlüssen. Denn während die S-Bahnen im 10- und 20-Minuten-Takt fahren, verkehrt der Prignitz-Express lediglich im Stundentakt zwischen Neuruppin und Hennigsdorf. Viele Berliner, die im Ruppiner Land arbeiten, setzen deshalb aufs Auto.

Bürgermeister Golde kennt viele derartige Fälle. Sie betreffen nicht allein Richter, Anwälte und Ärzte, sondern ebenfalls hoch qualifizierte Mitarbeiter von Unternehmen in den Gewerbegebieten. Golde rechnet mit einem Bevölkerungszuwachs durch Fachkräfte, wenn der Prignitz-Express weniger als eine Stunde von Neuruppin aus ins Zentrum der Hauptstadt benötigt. „Die Leute können in der Fontanestadt wohnen und dennoch die Lebensqualität in Berlin genießen, wenn sie es wollen“, so der Bürgermeister.

Erster Spatenstich vor dem Jahr 2022?

Auch Landrat Ralf Reinhardt (SPD) hat nach der Ansage in der Koalitionsvereinbarung „ganz große Erwartungen“ an den neuen Berliner Senat. Wenn die Worte ernst gemeint seien, könnte in den nächsten Jahren nicht allein die Planung für das ehrgeizige Projekt fertig gestellt werden, sondern bis zum Jahr 2022 sogar der erste Spatenstich für die Direktanbindung des Prignitz-Expresses ins Berliner Stadtzentrum gesetzt werden. Reinhardt würde es begrüßen, wenn die Arbeiten in Berlin parallel mit denen für das zweite S-Bahn-Gleis verlaufen. „Dann würden die Anwohner und Pendler nicht doppelt belastet.“ Der Landrat will deshalb an die bisherigen „guten“ Gespräche in der Senatsverwaltung zur Zukunft des RE 6 anknüpfen.

Damit muss er sich aber noch etwas gedulden. Denn bisher ist unklar, wer neuer Verkehrssenator in Berlin werden wird. Sicher ist, dass das Ressort an die Grünen geht. Der neue Berliner Senat von Oberbürgermeister Michael Müller (SPD) soll am 8. Dezember vereidigt werden.

Von Andreas Vogel

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